Hand drauf und schon ist bezahlt

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Venenscan
04/15/2014

Schwedische Stadt probt Bezahlen per Handauflegen

In der schwedischen Stadt Lund läuft derzeit ein Pilotprojekt bei dem das Bezahlen per Venenscan getestet wird. Hände könnten bald zur persönlichen Kreditkarte werden.

Wer in der südschwedischen Stadt Lund etwas kaufen will, muss oft nur noch seine Hand an einen Scanner halten. Das Gerät macht eine Aufnahme der Handvene. Stimmt sie mit dem gespeicherten Muster überein, wird die Bezahlung freigegeben. 15 Geschäfte und Restaurants in Lund hätten bereits die notwendige Technik installiert, teilte die örtliche Universität am Montag mit.

Forscher der Hochschule entwickelten das System nach der Idee eines angehenden Ingenieurs. Der Student hatte seinen Geistesblitz vor zwei Jahren, als er selbst zum Bezahlen anstehen musste. „Das Venenmuster jedes Menschen ist absolut einzigartig. Deshalb gibt es bei diesem System keinerlei Betrugsmöglichkeiten“, sagte Fredrik Leifland von der Universität Lund.

Wer teilnehmen will, muss seine Handvenen drei Mal scannen lassen und seine Sozialversicherungs- und Telefonnummern angeben. Anschließend erhält er per SMS einen Link für die Aktivierung. Die ausgegebenen Summen werden zweimal im Monat vom Bankkonto abgebucht. 1.600 Einwohner machen den Angaben zufolge schon mit.

Hand wird zur Kreditkarte

Die Technologie zum Scannen von Handvenen ist nicht neu. "Pulse Wallet" etwa basiert auf der “Palm Secure”-Technologie von Fujitsu und erlaubt es, Menschen eindeutig anhand der Venenmuster ihrer Handflächen zu identifizieren. Dabei soll die Genauigkeit zehn Mal höher sein als bei einem Iris-Scan. Pulse Wallet will schon bald Terminals anbieten, die jedes Unternehmen ohne Probleme an seinen Kassen aufstellen kann.

In Österreich setzen die Apotheken ebenso auf Venenscans um Mitarbeiter zu erkennen und Arbeitsabläufe nachvollziehbar zu machen. Bis 2015 sollen etwa 30 Prozent der österreichischen Apotheken mit dieser Technologie ausgestattet sein.

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