Er verschafft sich etwa 20 Meter unter dem Eis wichtige Eindrücke und erlaubt schließlich das Erstellen von 3D-Karten
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Forschung

Unterwasser-Roboter misst Antarktis-Eis in 3D

An der zweimonatigen Forschungsexpedition waren Wissenschaftler aus insgesamt acht Ländern beteiligt. Die genaue Messung der Schnee- und Eisdichte an den Polen gilt als Schlüssel, um globale Klimaveränderungen bestimmen und vorhersagen zu können. Während das Eis der Arktis bereits seit den 50er-Jahren genau vermessen und aufgezeichnet wird, waren solche Messungen aufgrund der unwirtlichen Bedingungen und der Größe der Antarktis bisher nicht verfügbar.

Eine wesentliche Verbesserung für die Erstellung einer 3D-Karte ist ein eingesetzter Unterwasser-Roboter, der etwa 20 Meter unter der Eisschicht in einem exakt vordefinierten Muster die Unterseite des Eises „abgraste“. „Bisher haben wir die Eisdicke mit Bohrproben bestimmt bzw. das Eis beobachtet, wenn wir mit Schiffen durchgefahren sind. Mit dem Unterwasser-Roboter können wir nun mittels multipler Sonarmessung ganze Eisschilde so detailliert wie nie zuvor messen und anschließend 3D-Modelle erstellen“, erklärt der Projektleiter Guy Williams.

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