Besonders skurril: Die Suche nach "Wo wohne ich?"

© REUTERS/FRANCOIS GLORIES

Science
05/18/2020

Warum Krankheitssymptome googlen eine schlechte Idee ist

Was fast jeder von uns tut, sollte eigentlich vermieden werden. Warum, erklärt eine neue Studie.

Dass man seine Krankheits-Symptome nicht googlen sollte, weiß im Grunde jeder. Dennoch tun es viele. Eine aktuelle Studie der Edith Cowan University erklärt nun, wieso. Die hat ergeben, dass die Ergebnisse, die der Suchmaschinen-Gigant ausspuckt, häufig auch falsch sind. Für die Untersuchung wurden 36 medizinische Websites analysiert, doch nur bei 36 Prozent wurde eine Krankheit als Hauptergebnis korrekt diagnostiziert.

Falsche Ratschläge

In knapp der Hälfte der Fälle wurde die Krankheit jedenfalls unter den Top 3 der Suchergebnisse gelistet. Laut der Studie waren die Ratschläge in Bezug auf den richtigen ärztlichen Ansprechpartner sowie den richtigen Zeitpunkt einer fachlichen Konsultation in nicht einmal der Hälfte der Fälle richtig.

Laut der Studienautorin sollte man darauf verzichten, seine Symptome überhaupt im Internet zu googlen, denn die Ergebnisse seien meist weder hilfreich noch richtig – zum Teil sogar gefährlich. Häufig weisen Symptome zudem auf zahlreiche schwerwiegende Krankheiten hin, die den Internet-Nutzer negativ beeinflussen können, ihn aber nicht betreffen. Er bildet sich die von Dr. Google diagnostizierte Krankheit ein, was seine Angst zunehmend verstärkt. 

Die australische Studie bezieht sich im Grunde auf den englischsprachigen Markt, könnte jedoch große Parallelen auch zum deutschsprachigen aufweisen. Die futurezone hat zudem über eine Studie aus dem vergangenen Jahr mit ähnlichen Ergebnissen berichtet.

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