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Crowdfunding Mini-Defibrillator: 75 Stück in zehn Minuten verkauft.

PocketDefi - der kleinste Defibrillator der Welt
PocketDefi - der kleinste Defibrillator der Welt - Foto: Liimtec
Erfolg für das Grazer Start-up Liimtec und dessen Vorhaben, den kleinsten Defibrillator der Welt zu produzieren. Über 120.000 Euro wurden in den ersten 48 Stunden erzielt.

Das Grazer Start-up Liimtec hat mit seinem Taschenformat-Defibrillator "PocketDefi" in nur zwei Tagen über 120.000 Euro über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo aufgestellt. Im Gespräch mit der futurezone zeigt sich Liimtec-Gründer Jasper Ettema begeistert: "Die ersten 75 Stück waren innerhalb von zehn Minuten verkauft, das ist absolut sensationell. Wir freuen uns sehr, gleichzeitig bestätigt es unsere Annahme, dass für so eine Lösung ein Markt vorhanden ist."

Auch für die Schweiz verfügbar

Das 400 Gramm leichte Gerät ist laut den Entwicklern der kleinste Defibrillator der Welt und soll bei der Erstversorgung abseits von Krankenhäusern oder Rettungswagen Menschenleben retten. Während das Start-up sich in den vergangenen Monaten gerade in Österreich eine Community aufbauen konnte, hofft das Start-up auch in Deutschland und der Schweiz noch stärker Fuß zu fassen. Der Defibrillator wird für alle drei Länder angeboten - inklusive der dafür notwendigen Zertifizierungen und Zulassungen.

Mit den ersten 100.000 Euro war das erste Projektziel bereits nach einem Tag erreicht. Ettema hofft aber, in den verbleibenden 28 Tagen der Indiegogo-Kampagne zumindest die nächste Etappe von 250.000 Euro zu schaffen. Mit dem Geld sind weitere Sprachpakete für Frankreich, Spanien, Niederlande und Italien geplant, was die Chancen für einen Produktlaunch in großen Teilen Europas erheblich erhöhen würde.

Strenge Vorgaben

Die hohen Kosten und die lange Produktionszeit - die ersten Geräte sollen im Dezember 2018 ausgeliefert werden - erklärt der Pocketdefi-Erfinder mit den strengen medizinrechtlichen Vorgaben, die bereits in der Entwicklungsphase berücksichtigt werden müssen. "Nach dem Funding geht es sofort in die serienfähige Hardware-Produktion, da die Zulassung nur auf Basis des fertigen Produktes erfolgen kann. Das ist ein bisschen anders als bei anderen Start-ups, die vielleicht eine Beta-Version mit einem Großkunden ausprobieren können", sagt Ettema zur futurezone.

Der Erfolg der Indiegogo-Kampagne freue und motiviere das ganze Team. Aber schon zuvor sei der Zuspruch von Leuten mit medizinischen Grundkenntnissen - etwa aus dem Sanitäter- und Pflegebereich - sehr hoch gewesen. "Sie alle bestätigen uns, dass man viele Menschenleben bei akutem Herzversagen retten und Langzeitschäden verhindern kann, wenn die Erstversorgung in den ersten drei Minuten optimal verläuft", erklärt Ettema.

Rabatt bei Geräten

Die Indiegogo-Kampagne läuft noch bis Anfang November. Während die günstigste Early-Bird-Kategorie bereits ausverkauft ist, gibt es den Taschen-Defibrillator derzeit noch mit einem 35-prozentigen Rabatt um 449 Euro (statt 699 Euro). Wer noch mehr sparen will und etwa für ein ganzes "Rettungsteam" einkauft, kann auch Pakete mit fünf bis zehn Pocketdefis bestellen.

(futurezone) Erstellt am 05.10.2017, 13:33

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