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Stalking-Schutz pio: Zweite Telefonnummer fürs Smartphone per App.

pio
pio - Foto: Digital Privacy
Das Wiener Start-up Digital Privacy empfiehlt die SIM-freie Zweitnummer für Business, Online-Kleinanzeigen und Partnersuche-Portale.

Mit pio lässt sich eine Zweitnummer auf dem Smartphone nutzen, ohne neue SIM-Karte oder Sticker auf der vorhandenen SIM-Karte. Es wird lediglich die pio-App heruntergeladen und eine der vorgeschlagenen Telefonnummern mit der Vorwahl 0668 gewählt. Diese wird mit der Hauptnummer gekoppelt. Eine Nutzung von pio komplett ohne primäre SIM-Karte ist nicht möglich.

Im Gegensatz zu ähnlichen Services werden die Gespräche nicht per VoIP abgehalten, sondern über das GSM-Netz von Drei. So soll eine hohe Sprachqualität sichergestellt werden, auch in Gebieten, in denen es lediglich GSM- aber keinen 3G- oder LTE-Empfang gibt. Das Empfangen und Verschicken von SMS ist mit pio ebenfalls möglich.

Anti-Stalking

Hinter pio steckt das Wiener Start-up Digital Privacy, das eine Finanzierung von drei Millionen Euro durch private Investoren erhalten hat. Wie der Name bereits andeutet, ist pio zum Schutz der Privatsphäre gedacht. Anstatt die primäre Telefonnummer bekannt zu geben, gibt man nur die pio-Nummer her. Sollte diese in die Hände von Telemarketing-Agenturen oder unerwünschten Personen kommen, stellt man sie einfach stumm oder wechselt direkt in der App gegen eine Gebühr von 1,99 Euro zu einer neuen pio-Nummer.

Bei Anzeigen auf Portalen wie Willhaben.at kann etwa die pio-Nummer, statt der primären Telefonnummer angegeben werden. Bei Dating-Plattformen kann pio laut dem Start-up vor Stalking stützen. Bei Bestellungen im Internet, Buchungen oder der Teilnahme von Gewinnspielen, kann pio dabei helfen, dass die Haupttelefonnummer nicht auf der Liste von Callcentern landet, die mehrmals täglich anrufen um Lotterie-Lose oder sonstigen Müll zu verkaufen.

Preise

pio ist für Android und iOS verfügbar. Nach dem Herunterladen der App kann pio drei Tage lang, mit einem Guthaben von 150 Credits, kostenlos getestet werden. Danach kann eines von drei Paketen gekauft werden, das 30 Tage gültig ist. „Just in Case“ bietet 500 Credits für 2,99 Euro. „Regular“ hat 1.500 Credits für 4,99 Euro und „Professional“ 4.000 Credits um 9,99 Euro.

Es kommen Credits statt Einheiten zum Einsatz, weil auch eingehende Anrufe abgerechnet werden. Eine Minute eingehende Telefonie kostet 10 Credits, ausgehend 20 Credits. Das Verschicken einer SMS kostet 25 Credits, der Empfang ist kostenlos. Innerhalb des pio-Netzes ist das Senden von SMS gratis.

Anrufe und SMS ins Ausland sind möglich, aber entsprechend teurer. Ein Anruf in Deutschland kostet beispielsweise 60 Credits pro Minute. Eine SMS ins Ausland kostet 75 Credits.

(futurezone) Erstellt am 20.04.2017, 17:41

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