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Smartphones Firmenhandys: Post steigt von iPhone auf Windows Phone um.

Die österreichische Post nutzt künftig Nokia-Lumia-Smartphones
Die österreichische Post nutzt künftig Nokia-Lumia-Smartphones - Foto: REUTERS/DADO RUVIC
Der österreichische Konzern wechselt von Apples iPhone auf Nokias Lumia. Bis Mitte November sollen 1.200 dienstlich genutzte Smartphones ausgewechselt werden.

Was die futurezone bereits vor einigen Wochen aus informierten Kreisen erfahren hat, bestätigte Post-Sprecher Philipp Teper nun offiziell. Demnach sollen bis Mitte November 1.200 iPhones gegen Nokia Lumias ausgetauscht werden.  “Es werden je nach Tätigkeit und Anforderung die Modelle Nokia Lumia 630 oder 930 zum Einsatz kommen”, so Teper. Bislang war hauptsächlich das iPhone 4S im Einsatz.

“Die Kosten waren einer von vielen Aspekten beim Wechsel”, erklärt Teper weiter. Außerdem wolle man Vereinheitlichung, wie er weiter ausführt: “Ziel ist ein einheitlicher Standard bei Hard- und Software und eine durchgängige Integration aller mobilen Geräte.” Ein weiterer logischer Schritt wäre es, dann auch andere Microsoft-Produkte, wie Office365 oder die Surface-Tablets, zu nutzen. Aktuell gebe es jedoch noch keine Entscheidung, eines dieser Produkte einzusetzen, wie Teper sagt.

Microsoft wird unterschätzt

Es ist ein weiterer Schritt für die Windows-Phone-Plattform, sich am Business-Sektor zu etablieren. Der Anteil am Gesamtmarkt in Österreich war für Windows Phone zuletzt eher bescheiden, aktuellen Zahlen von Statcounter zufolge verwenden nur ein bis zwei Prozent der Smartphone-Nutzer Microsofts Plattform. Im Vergleich zum Vorjahr ist die prozentuelle Verbreitung noch dazu gesunken. Abschreiben sollte man Windows Phone dennoch nicht, wie Bela Virag, Telekom-Experte beim Beratungsunternehmen Arthur D. Little gegenüber der futurezone erklärt: “Wir glauben, dass Microsoft noch unter dem Wert geschlagen wird und wir in Zukunft öfters solche Schritte anderer Unternehmen sehen werden.”

Ein Grund dafür sei, dass Microsoft ein Experte am B2B-Sektor ist. “Microsoft betreut den Geschäftskundenmarkt intensiv und kennt ihn gut. Die übergreifenden Lösungen des Konzerns decken den B2B-Bereich gut ab.” Apple hingegen sei ein “klassisches B2C-Unternehmen”, das immer noch nicht hundertprozentig das bieten kann, was sich Geschäftskunden vorstellen.

Fehlende Innovation bei Apple

Dass sich Unternehmen wie die Post von Apple wegbewegen, liegt laut Virag auch an den fehlenden Innovationen der letzten Jahre. Microsoft habe mit dem neuen Windows und dem Surface in den vergangenen drei Jahren stark aufgeholt. “Die Innovationskraft von Microsoft ist ungebrochen, die von Apple hat nachgelassen”, so der Experte. “Apple ist in Sachen Server, Datenbankinfrastruktur und Entwicklerumgebungen auf einem Niveau stehen geblieben. Da kann ich gut verstehen, wenn sich die Post abwendet und sich Microsoft zuwendet”, erklärt Virag. 

Die Auswirkungen des Schrittes der Post spielen für den Konzern aus Cupertino wohl eine eher untergeordnete Rolle. Dennoch habe Apple in der Vergangenheit immer wieder versucht, sich im Geschäftskundenbereich stärker festzusetzen, auch in Österreich. “Cupertino reagiert auf solche Entwicklungen, aber nicht auf einzelne Firmen”, so Virag.

(futurezone) Erstellt am 22.10.2014, 14:23

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