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App Das "Quizduell" im Fernsehen: Drei Wochen Ausnahmezustand.

Mit einer eigenen Version der beliebten App können die Zuschauer gegen die Kandidaten im Studio antreten
Mit einer eigenen Version der beliebten App können die Zuschauer gegen die Kandidaten im Studio antreten - Foto: ARD
Die Spiele-App ist ab dem 12. Mai auch als TV-Show im deutschen Fernsehen zu sehen. Bei der Show können sowohl die Teilnehmer als auch die Zuschauer Geld gewinnen.

Ratefüchse dürfen sich ab kommendem Montag auf ein neues Fernseherlebnis freuen. Statt der üblichen Konfrontation zwischen Quizmaster und Kandidat auf dem heißen Stuhl wurde für das "Quizduell" in der ARD nämlich ein anderer Weg beschritten. Das Rezept dafür lautet: Vom Smartphone auf den großen Bildschirm, findet damit doch eine Spiele-App ihren Weg in den TV-Vorabend.

Am Smartphone mitspielen

Ab 12. Mai jeweils um 18.00 Uhr wird der Schritt gewagt, die alleine in Deutschland von etwa 16 Mio. Menschen genutzte "Quizduell"-App in ein ungewohntes Umfeld zu platzieren. Drei Wochen lang wird Jörg Pilawa zur Ratestunde bitten. Das Publikum vor den Bildschirmen kann sich dabei mit einer erweiterten Version der App live in die Sendung einwählen und gegen ein Vierer-Rateteam im Studio antreten.

Für das Kandidaten-Quartett geht es um bares Geld, auch für die Mitspieler mit dem Daumen am Smartphone-Minibildschirm. Wie auf der App geht es in Dreier-Fragerunden maximal über sechs Stufen bis zum Sieg. Gespielt wird in Echtzeit. Die Antwort, auf die die meisten Kandidaten außerhalb des Studios setzen, gilt. "Für mich ist es auch ein Experiment, weil ich erstmals mit einer nicht sichtbaren Masse an Kandidaten spiele", sagt Showmaster Pilawa.

Ohne Zuschauer möglich

Interessant sei dabei, dass die Zahl der App-Mitspieler keinen Rückschluss auf die Einschaltquote zulässt. Denn: "Die Leute können ja auch in der S-Bahn sitzen und dabei mitspielen, ohne zuzugucken." Theoretisch braucht die Show somit überhaupt keine Fernsehzuschauer. Ob die Sendung für ihn Langzeitbestand haben wird, steht in den Sternen. Pilawa: "Die zentrale Frage ist: Wie lange bleibt die App populär? Damit steht und fällt die Zukunft. Ich muss keine Livesendung mehr machen, wenn keiner mehr diese App spielen will."

Das "Quizduell" ist das erste TV-Format, das in Deutschland die Verbindung mit einer Smartphone-App eingeht. Demnächst wird aber auch der private Marktführer RTL eine Show präsentieren, die ohne Knopfdruck auf dem Minicomputer nicht auskommt: In der "interaktiven Live-Talent-Showreihe" (so heißt es von RTL) mit dem Titel "Rising Star", einem Gesangswettbewerb, stimmen die Zuschauer nicht telefonisch ab, sondern mit einer kostenfreien App.

(APA) Erstellt am 08.05.2014, 16:32

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