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DDoS-Attacken Iran weist US-Vorwürfe wegen Cyberangriffen zurück.

Hossein Jaber Ansari, Sprecher des iranischen Außenministeriums (Archivbild)
Hossein Jaber Ansari, Sprecher des iranischen Außenministeriums (Archivbild) - Foto: APA/EPA/ABEDIN TAHERKENAREH
Die US-Justiz klagt sieben Iraner wegen Cyberangriffen auf US-Finanzinstitute an. Laut dem Iran haben die USA keine Beweise für die Anschuldigungen.

Nach der Anklage von sieben Iranern wegen angeblicher Cyberangriffe in den USA hat die iranische Regierung jegliche Verantwortung von sich gewiesen. "Die Islamische Republik Iran hat niemals gefährliche Cyber-Aktionen vorgehabt und unterstützt derartige Aktionen nicht", erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hossein Jaber Ansari, am Samstag.

Die USA haben nach iranischen Angaben keine Beweise für Hackerangriffe von Iranern auf amerikanische Finanzinstitute. „Die USA können nicht einfach ausländischen Bürgern etwas unterstellen und sie anklagen, ohne dafür handfeste Beweise vorlegen zu können“, sagte Ansari. Der Iran, der selbst mehrmals Opfer von Cyberkriminalität gewesen sei, sei gegen solche Hackerangriffe, sagte der Sprecher nach Angaben der Nachrichtenagentur Irna.

US-Regierung verantwortlich für Stuxnet

Ansari bekräftigte den Vorwurf Teherans, wonach die US-Regierung und Israel mit dem Virus Stuxnet iranische Computersysteme angegriffen haben. Mit den Angriffen "auf friedliche iranische Atomanlagen" sei "das Leben von Millionen unschuldigen Iranern gefährdet" worden.

Die US-Justiz hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass sieben Iraner wegen Cyberattacken auf zahlreiche Banken und Firmen in den USA angeklagt worden seien. Die Angeklagten seien bei Computerfirmen mit Verbindungen zur Regierung in Teheran und zu den iranischen Revolutionsgarden tätig gewesen.

Attacken auf Finanzunternehmen

Laut der US-Anklageschrift begannen die Angriffe im Dezember 2011. Zwischen September 2012 und Mai 2013 hätten die mutmaßlichen Hacker dann fast wöchentlich Ziele angegriffen. Unter den betroffenen Finanzinstituten seien die Bank of America, J.P. Morgan Chase und die Citibank gewesen. Auch in das Computersystem der New Yorker Börse sowie eines Staudamms nahe New York sollen die Hacker eingedrungen sein.

Trotz des historischen Atomabkommens, das die UN-Vetomächte und Deutschland im vergangenen Jahr mit dem Iran unterzeichnet haben, reißen die Anschuldigungen zwischen Washington und Teheran nicht ab. In dem im Jänner in Kraft getretenen Abkommen hatte sich der Iran zu Einschränkungen seiner nuklearen Aktivitäten bereit erklärt. Der Westen hob daraufhin seine Sanktionen gegen das Land auf.

(APA/DPA) Erstellt am 26.03.2016, 16:15

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