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Software Microsoft präsentiert Windows 10.

Ausblick in Microsofts Windows-Zukunft
Ausblick in Microsofts Windows-Zukunft - Foto: Engadget
Der Software-Konzern hat am Dienstag einen Vorgeschmack auf das neue Windows gegeben, indem etwa das klassische Startmenü seine Rückkehr feiert.

Fast genau vor zwei Jahren hat Microsoft Windows 8 vorgestellt und wollte damit eine neue Touchscreen-Ära einläuten. Dazu hat der Konzern aus Redmond das Windows-Design teilweise radikal geändert. Microsoft bekam für den Richtungswechsel einerseits Lob, aber andererseits auch viel Kritik. Die neue Touchscreen-Oberfläche fanden viele Anwender zu undurchdacht, unausgereift und schlicht verwirrend.

Die Folge war eine geringe Verbreitung von Windows 8, die Vorgängerversion Windows 7 wird derzeit global um ein Vielfaches häufiger eingesetzt. Mit dem neuen Windows, das am Dienstag in San Francisco erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, will Microsoft unter dem neuen Chef Satya Nadella einerseits in Sachen Touchscreen zurückrudern und andererseits neue Wege in Sachen Bedienung einschlagen.

Der Name

Im Vorfeld gab es viele Spekulationen darüber, wie Microsoft das neue Windows nennen wird. Konzernintern wurde immer wieder von Windows Threshold gesprochen. Offiziell wird Microsoft sein neues System überraschend Windows 10 nennen. “Windows 9 wäre nicht richtig”, so Windows-Chef Myerson.

Startmenü kommt zurück

Wie bereits im Vorfeld durch einige Leaks bestätigt, wird Microsoft mit dem neuen Windows das Startmenü in klassischen, kompakten Form wieder zurückbringen. Der dazugehörige Windows-Button links unten hielt bereits seit dem Update auf Windows 8.1 wieder Einzug auf den Rechnern. "Das Startmenü sieht in etwa so aus, wie man es von Windows 7 kennt und kann mit den Windows-8-Live-Tiles bestückt werden”, wie  Alexander Linhart, Windows-Chef bei Microsoft Österreich, gegenüber der futurezone erläutert.

Microsoft integriert in das neue Windows außerdem standardmäßig virtuelle Desktops, wie man es bereits von verschiedenen Linux Distributionen und von Apples OS X kennt. Außerdem wird das Multitasking ausgeweitet. So kann man Desktopfenster jetzt nicht nur rechts und links fest am Bildschirm verankern, sondern auch rechts oben und links unten.

Außerdem rudert der Konzern in Sachen Touch-Oberfläche zurück. So können Nutzer Windows-Apps nun auch als normales Fenster am Desktop ausführen und nicht nur in der Vollbild-Touch-Oberfläche. Dieser Schritt soll wohl auch dazu führen, dass Nutzer auf Desktop-PCs verstärkt die Windows-Apps einsetzen.

Windows 10
Foto: Screenshot

Ein Windows für alle Geräte

Eine weitere Strategie ist es, einen Windows-Kernel für alle Geräte wie Tablets und Smartphones einzusetzen. "Das neue Windows wird standardmäßig erkennen, auf welchem Gerät es läuft und die Oberfläche anpassen”, so Linhart. Ein zentraler Store soll außerdem zur Vereinheitlichung beitragen, User können unabhängig vom Endgerät überall die gleichen Apps beziehen und nutzen. Außerdem lassen sich alle Windows-Geräte zentral verwalten, was besonders Unternehmenskunden zugute kommen soll.

Gratis

Microsoft will sein Vertriebsmodell für Windows mit der neuen Version Gerüchten zufolge auch komplett umstellen. So könnte eine Basis-Version von Windows kostenlos angeboten werden, die dann mit kostenpflichtigen Funktionen erweitert werden kann. Zukünftige Updates sollen, ähnlich wie bei Apples Mac-Betriebssystem OS X, ebenfalls kostenlos angeboten werden. Wie genau die Preispolitik von Microsoft mit dem neuen Windows aussehen wird, war im Rahmen der Präsentation am Dienstag weiterhin unklar.

Verfügbarkeit

Eine erste Vorabversion des neuen Windows für Software- und Hardware-Entwickler wird Microsoft am 1. Oktober hier bereitstellen. Anfang 2015 wird es dann eine weitere Präsentation mit zusätzlichen Funktionen geben.  Bis die finale Version für die Allgemeinheit zur Verfügung steht, oder bis erste Computer, Tablets und Laptops mit dem neuen Windows ausgeliefert beziehungsweise verkauft werden, dürfte hingegen noch einige Zeit vergehen. Frühestens im Sommer 2015 soll es laut Linhart so weit sein.

Cortana noch unklar

Im Vorfeld gab es immer wieder Gerüchte, dass Microsoft auch die Sprachsteurung Cortana, die man bislang nur von Windows Phone kennt, in das System integriert. Im Rahmen der Präsenation am Dienstag war davon vorerst noch keine Rede, Details zu derartigen Plänen könnten Anfang 2015 bekannt gegeben werden, wenn Microsoft zusätzliche Consumer Features des neuen Windows vorstellen wird.

Frage des Tages

  • Werden Sie auf das neue Windows umsteigen?


(futurezone) Erstellt am 30.09.2014, 19:00

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