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AppZone Nokia: HERE Maps startet für iPhone und iPad.

Foto: Nokia
Im Debakel rund um Apples eigenen Karten-Dienst hofft die Konkurrenz auf Nutzer, die umsteigen wollen. Jetzt hat Nokia seine angekündigten "HERE Maps" für Apple iOS-Geräte in den App Store gebracht. Die Apple-Maps-Alternative bietet neben Routenberechnung auch die Möglichkeit, beliebte Orte zu speichern.

Unter dem Namen "HERE Maps" hat Nokia eine neue kostenlose Software für iPhone und iPad veröffentlicht, die künftig als Alternative zu Apples eigenen Karten, die seit iOS 6 fix in das mobile Betriebssystem integriert sind, dienen sollen. Apple hat, anders als bei vielen anderen Apps, für die Prüfung vor der Zulassung im App Store nur wenige Tage gebraucht.

"HERE Maps" bietet neben einer Kartenansicht auch Satellitenbilder, Linien von öffentlichen Verkehrsmitteln sowie eine Anzeige für Live-Verkehrsberichte. In einem schnellen Check zeigte die App den korrekten Weg mit Öffentlichen Verkehrsmitteln vom futurezone-Büro zum etwas versteckt liegenden Restaurant Decor im Augarten an. Auch die Anzeige, dass es am Wiener Gürtel stadteinwärts um die Mittagszeit erhöhtes Verkehrsaufkommen gab (Straßenabschnitte sind gelb eingefärbt), dürfte richtig sein.

Vor- und Nachteile
Interessant an HERE Maps ist auch, dass nicht nur U-Bahn-Stationen, sondern auch deren Abgänge verzeichnet sind. Nachteilig ist, dass die Kartenansicht stets etwas unscharf wirkt und Schriften von z.B. Straßennamen nur dann wirklich scharf sind, wenn man sehr nah heranzoomt.

Wichtig im Roaming-Ausland ist die Möglichkeit, Kartenbereiche auswählen und offline speichern zu können. Allerdings sind offline abgelegte Kartenbereiche teilweise nur bis zu einem gewissen Grad zoombar und bieten nicht den Detailreichtum der Online-Karten. Interessant ist die Funktion "Collections", mit der man seine favorisierten Orte gesammelt speichern kann. Voraussetzung dafür ist allerdings ein Nokia-Account.

In Googles Play Store findet sich aktuell auch eine "Here Maps"-App, die allerdings von einem Drittanbieter und nicht von Nokia selbst stammt. Diese dürfte den Nutzerkommentaren zufolge aber auf vielen Android-Geräten nicht oder nur eingeschränkt funktionieren.

Spannend für iOS-Nutzer wird aber die anstehende Veröffentlichung von Google Maps sein, an denen längst emsig gearbeitet wird (futurezone-Bericht).

(futurezone) Erstellt am 20.11.2012, 13:00
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