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Künstliche Intelligenz Neuronales Netzwerk erkennt Aufnahmeorte von Fotos.

PlaNet weist Fotos den Orten zu, an denen sie aufgenommen wurden.
PlaNet weist Fotos den Orten zu, an denen sie aufgenommen wurden. - Foto: Cornell University
Google-Forscher an der Cornell University haben ein künstliches neuronales Netzwerk vorgestellt, das erkennt, an welchen Orten Fotos aufgenommen wurden.

Das PlaNet genannte neuronale Netzwerk sei in der Lage, den Aufnahmeort von Fotos besser zu erkennen als Menschen, berichtet die MIT Technology Review. Und das obwohl Menschen über Anhaltspunkte wie Hinweisschilder, typische Formen der Vegetation oder für bestimmte Orte typische Architekturstile sehr gut darin seien, Fotos bestimmten Orten zuzuweisen.

Um den Rechnern die Ortskenntnisse beizubringen, hat das Google-Team um den Forscher Tobias Weyand die Welt in rund 26.000 unterschiedlich große Vierecke unterteilt. Die Größe der einzelnen Vierecke wurde durch die Anzahl der Fotos bestimmt, die im jeweiligen Gebiet aufgenommen wurden. Dazu fütterten die Forscher das Netzwerk mit rund 126 Millionen Fotos, die mithilfe der Exif-Daten verortet wurden und  die die Künstliche Intelligenz mit lokalen Charakteristika vertraut machen sollten.

Um die KI zu testen wurden 2,3 Millionen Bilder der Fotoplattform Flickr in das System geladen. 3,6 Prozent davon konnten von PlaNet der Straße zugeordnet werden, in der sie aufgenommen wurden. Bei 10,1 Prozent wurde die richtige Stadt errechnet. Bei immerhin 28,4 Prozent der Bilder wurde das Ursprungsland erkannt, der Kontinent wurde in 48 Prozent der Bilder richtig bestimmt.

Präziser als Menschen

Die Forscher ließen ihr System auch gegen zehn reiseerfahrene Menschen antreten. Dazu kam das Online-Spiel geoguessr zum Einsatz, das Spielern zufällig ausgewählte Bilder aus Google Street View vorsetzt und fragt, wo sie aufgenommen wurden. In 28 von 50 Runden setzte sich die Maschine gegen die Menschen durch. Durchschnittlich wichen die Schätzungen des neuronalen Netzwerkes 1131,7 Kilometer vom tatsächlichen Aufnahmeort der Bilder ab, bei den menschlichen Spielern betrug der Wert 2320,7 Kilometer.

Ihre Software bringen die Google-Forscher mittlerweile auch bei Fotos zum Einsatz, die in Räumen aufgenommen wurden und keine Hinweise auf ihren Entstehungsort enthalten. Das ist aber nur bei Bildern möglich, die Teil von Alben sind, so die Wissenschaftler. Durch den Vergleich der einzelnen Bilder könne der Aufnahmeort abgeleitet werden.

(futurezone) Erstellt am 28.02.2016, 15:54

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