Zur mobilen Ansicht wechseln »

Technologiegespräche Alpbach Selbstfahrende Autos: 2016 erste Tests in Österreich.

Selbstfahrende Autos könnten schon bald auch auf Österreichs Straßen getestet werden - mit Systemen des österreichischen Herstellers TTTech an Bord
Selbstfahrende Autos könnten schon bald auch auf Österreichs Straßen getestet werden - mit Systemen des österreichischen Herstellers TTTech an Bord - Foto: Audi AG
Ein Turbopaket Technologie soll den Standort Österreich stärken. Es beinhaltet unter anderem Teststrecken für autonome Autos und weitere Pilotfabriken für die Industrie 4.0.

Auf Österreichs Straßen sollen schon bald selbstfahrende Autos fahren. Verkehrsminister Alois Stöger (SPO) kündigte zum Auftakt der Technologiegespräche in Alpbach am Donnerstag die ersten Teststrecken für 2016 an. Dazu sollen zunächst neue Straßen genutzt werden, die noch nicht für den Verkehr freigegeben wurden. Aber auch auf bestehenden Straßenabschnitten könne autonomes Fahren für einen begrenzten Zeitraum erlaubt werden. Für die Teststrecken müsse  die Straßenverkehrsordnung geändert werden, sagte Stöger. "Es geht darum, dass wir unter echten Bedingugen testen können."

Firmen wie Magna oder TTTech, die wie auch andere heimische Unternehmen auf dem Gebiet forschen, hätten sich Testrecken gewünscht. "Das ist notwendig um international mithalten zu können", so Stöger. Konkrete Anträge von Unternehmen gebe es allerdings noch nicht.

Weitere Details zu den Teststrecken für autonome Autos sollen bei einem Round-Table im Herbst erarbeitet werden. In Europa gibt es solche Teststrecken unter anderem bereits in Deutschland und Finnland. In den USA sind bereits in vier Bundesstaaten, darunter Kalifornien und Nevada, selbstfahrende Autos unterwegs.

Turbopaket Technologie

Die Teststrecken sind Teil eines Turbopaketes Technologie mit dem die Regierung den Standort Österreich stärken will. Dazu zählt auch eine Vorzeigeregion Energie, in die in den nächsten zwei Jahren 25 Millionen Euro investiert werden sollen, die Förderung von Hightech-Anlagen und Großgeräte und die Verdoppelung von Praktikumsplätzen für Schüler um 1500 Praktika auf 3000. 

Weitere Pilotfabriken für Industrie 4.0

Bis 2017 sollen außerdem drei weitere Pilotfabriken für die Industrie 4.0 eröffnet werden. Die erste wurde bereits am Montag gemeinsam mit der TU Wien präsentiert. Insgesamt will sich die Regierung das Turbopaket Technologie 50 Millionen Euro kosten lassen.

Das Paket ist das Ergebnis eines Technologiegipfels, bei dem 18 Vorstände führender österreichischer Technologiebetriebe gemeinsam mit dem Ministerium Fördermaßnahmen diskutierten. "Es fehlen Hightechanlagen, Fachkräfte und die Möglichkeiten neue Produkte zu testen", fasste Stöger das Ergebnis zusammen. "Ich bin überzeugt, dass es eine starke Hebelwirkung hat."

Startschuss für "Open Innovation Initiative"

Ebenfalls in Alpbach  gab Staatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) den Startschuss für die "Open Innovation Initiative" der Regierung. Dazu wurde die Online-Plattform  Open Innovation gestartet, mit der der Wissenstransfer zwischen Bevölkerung, Wissenschaft und Wirtschaft angekurbelt werden soll. "Wir wollen auf den Innovationsschatz der Bevölkerung zugreifen", sagte Mahrer. Freigeschalten wurde zunächste eine Online-Konsultation zu einer Strategie zur Stärkung der Innovationskraft. "Wir binden weite Teile der österreichischen Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein, um Felder festzulegen, die wichtig sind."

Bis Dezember sollen auf der Plattform von Interessierten Ideen zur Diskussion gestellt werden. Das Themenspektrum reicht von "Arbeitswelt der Zukunft" über "Share Economy", "Verwaltung im Wandel" bis hin zu "Gründen in Österreich".

Im zweiten Quartal 2016 soll die Innovationsstrategie dann präsentiert werden. Dabei gehe es auch darum, eine neue Kultur der Innovation zu schaffen, kündigte Mahrer an: "Acht Millionen Österreicher sollen kreative Zulieferer an Ideen werden."

(futurezone) Erstellt am 27.08.2015, 11:50

Kommentare ()

Einen neuen Kommentar hinzufügen

( Abmelden )

Ihr Kommentar

Antworten folgen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?
    Bitte Javascript aktivieren!