Selbstfahrende Autos in Kalifornien von Menschen attackiert

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Bei zwei von sechs Unfällen in diesem Jahr wurden autonome Testfahrzeuge in Kalifornien von Menschen angegriffen.

Seit Jahresbeginn wurden in Kalifornien sechs Unfälle mit Beteiligung selbstfahrender Autos registriert. Bei zwei davon wurde das Auto von einem Menschen attackiert, berichtet die Los Angeles Times. Bei einem der beiden Vorfälle lief ein Passant bei Rot über eine Kreuzung in San Francisco und traf die linke hintere Stoßstange und den Kofferraum eines selbstfahrenden Chevrolet Bolt EV "mit dem ganzen Körper". Ein Rücklicht ging dabei zu Bruch.

Der zweite Vorfall ereignete sich ebenfalls in San Francisco. Das selbstfahrende Auto, erneut ein Chevy Bolt EV, wurde zu dem Zeitpunkt von einem menschlichen Piloten gelenkt. Ein Taxi kam hinter dem Fahrzeug zum stehen, der Fahrer stieg aus und schlug gegen die Seitenscheibe des Fahrers. Dabei entstand ein Kratzer, verletzt wurde niemand.

Bei den restlichen vier Unfällen, die sich heuer ereigneten, handelt es sich um kleine Stoßstangen-Kollisionen. In drei Fällen lenkte ein menschlicher Pilot, bei einem das Fahrzeug selbst. Ab 2. April dürfen in Kalifornien erstmals autonome Fahrzeuge ohne zusätzlichen Pilot an Bord, der bei Notfällen eingreifen kann, fahren. Im gesamten vergangenen Jahr hat es in Kalifornien 27 Unfälle mit autonomen Fahrzeugen gegeben.