Modulares Smartphone ist 4,9 mm dünn und hält mit Magneten
Der Handy-Hersteller Tecno verfolgt ein radikales Konzept und versucht die Art und Weise, wie Smartphones genutzt werden, auf den Kopf zu stellen. In diesem Sinne hat Tecno ein modulares Smartphone vorgestellt, das je nach Situation und Belieben angepasst werden kann.
Die Basis stellt ein 4,9 Millimeter dünnes Smartphone dar. Auf der Rückseite befinden sich 8 modulare Zonen, an denen das Zubehör magnetisch angebracht werden kann. Tecno stellt 10 Erweiterungsmodule zur Verfügung.
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Modulares Smartphone von Tecno
© Tecno
Handy an die Situation anpassen
Befindet man sich auf einer Sightseeing-Tour, kann man beispielsweise ein Teleobjektiv am Smartphone anbringen. Auf einer Mountainbike-Tour lässt sich eine Action-Cam am Handy nutzen. Wenn sich der Akku dem Ende neigt, kann die 4,5 Millimeter dicke Powerbank magnetisch auf der Rückseite angebracht werden.
Die Datenübertragung zwischen dem Basis-Smartphone und den aufgesteckten Modulen wird je nach Modul über WLAN, Bluetooth oder mmWave (Millimeterwelle) bewerkstelligt. Dadurch soll es lediglich eine minimale Latenz geben. Die Energieversorgung erfolgt über Pogo-Pin-Kontakte.
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"Mit dieser wegweisenden modularen Architektur sprengen wir die Fesseln starrer Hardware und geben dem Nutzer die Entscheidungsfreiheit zurück", heißt es von Tecno in einer Aussendung. Kommende Woche will Tecno sein Konzept auf dem MWC in Barcelona präsentieren.
Frühere Konzepte von modularen Handys
Neu ist das Konzept eines modularen Smartphones nicht. In den frühen 2010er-Jahren haben sich mehrere Hersteller daran versucht, beispielsweise Phonebloks vom dänischen Produktdesigner Dave Hakkens.
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Googles Project Ara
Das wahrscheinlich bekannteste modulare Smartphone-Konzept stammt von Google. Im Rahmen von Projekt Ara hat Google mehrere Jahre an einem Handy nach dem Baukastenprinzip gearbeitet. Als der Prototyp auf der I/O im Jahr 2014 vorgestellt wurde, versagte er live auf der Bühne.
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Vor 10 Jahren komplett eingestellt
Danach wurde es rasch ruhig um das Projekt. 2016 gab Google bekannt, sein modulares Konzept komplett neu ausrichten zu wollen. Doch noch im selben Jahr wurde Ara eingestellt.