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Raumfeld: "Wir überzeugen auch die audiophile Hörerschaft"

Wie exzellent Musik klingen kann, ist im digitalen Zeitalter durch stark komprimierte Audiofiles ein Stück weit in Vergessenheit geraten. Zwar wird in letzter Zeit mit Hi-Res-Musikdateien verstärkt dafür geworben, Musik verlustfrei wiederzugeben, so richtig durchgesetzt hat sich High-Resolution-Audio bislang aber nicht.

Das Interesse an qualitativ hochwertiger, digitaler Musikwiedergabe sei aber im Steigen, wie vom Berliner Audiosystemenhersteller Raumfeld im Rahmen eines Pressegespräches zu erfahren war: "Heute wird eine kompromisslose Audioqualität - also True Wireless High Fidelity - mehr nachgefragt denn je. Musik wird wieder zum Genusserlebnis", sagt Sascha Mallah, CMO bei Raumfeld im Gespräch mit der futurezone.

Oder wie Maximilian Boit, Senior Product Manager bei Raumfeld, sagt: "Musik soll so wiedergegeben werden, wie einst vom Künstler selbst erdacht. Diese Mission haben wir uns auf die Fahne geschrieben. Mit unseren Produkten erreichen und überzeugen wir mittlerweile auch die audiophile Hörerschaft". Um diese Ansprüche erfüllen zu können, so Boit, lassen sich sämtliche Raumfeld-Lautsprecher auch per kabelgebundener Musikquellen versorgen und können darüber hinaus auch zum Teil als passive Boxen verwendet werden.

Google Cast for Audio

Dass man bei der Musikauswahl auf einen engen Kreis von Audioquellen beschränkt und zusätzlich vom Angebot der jeweiligen Streaming-Services abhängig ist, gilt wohl als größtes Ärgernis von geschlossenen Systemen wie Raumfeld oder Sonos. Wer mal schnell einen bestimmten Podcast oder ein mp3-File, das in eine Website eingebunden ist, hören will, wird bei solchen Multi-Room-Streaming-Systemen rasch an die Grenzen stoßen.

Zur Raumfeld-Familie ist erst kürzlich die Soundbar hinzugekommen

Die Berliner wollen das Problem erkannt haben und versuchen daher Raumfeld mit jedem erdenklichen Streamingdienst nutzbar zu machen. "Eine vielversprechende Schnittstelle, um dies zu verwirklichen, ist das kürzlich vorgestellte 'Google Cast for Audio', weswegen wir intensiv an dessen Implementierung arbeiten. Wenn wir dies umgesetzt haben, wird jedes aktuelle Raumfeld-Gerät mittels eines Firmware-Updates 'Cast-enabled' werden", sagt Boit.

Mit 'Google Cast for Audio' sollen die Lautsprecher dann, ähnlich wie bei Apple Airplay oder bei Fernsehgeräten via Chromecast, mit Musik versorgt werden, ohne dass man dabei von irgendwelchen Streamingdiensten abhängig ist. Auf einen Zeitplan für die Einführung von Google Cast for Audio will man sich bei Raumfeld nicht festlegen. Vor Anfang 2016 werde es aber wohl nicht implementiert werden.

Streaming-Markt

Generell gehen die Berliner davon aus, dass der digitale Musikkonsum und vor allem das Musik-Streaming in den kommenden Jahren noch deutlich zunehmen werden. Demnach sollen Streaming samt vernetzte Multi-Room-Lautsprecher, die per App angesprochen werden, zur gängigen HiFi-Ausstattung werden.

Am Streaming-Markt selbst werde es laut Boit wohl noch zu einer Marktbereinigung kommen, sodass ungefähr vier große Player übrig bleiben. Erste Anzeichen davon sind bereits erkennbar, Stichwort Simfy.

Raumfeld und Teufel

Vor einigen Jahren war die Marke noch als Raumfeld by Teufel bekannt. Raumfeld und Teufel treten mittlerweile getrennt auf, was aber nicht bedeutet, dass sich hinter den Kulissen etwas geändert hat. Raumfeld sei immer noch hauptsächlich für die Entwicklung der Streaming-Software verantwortlich, während Teufel die Konstruktion der Lautsprecher übernimmt. "Wir nutzen unsere Synergien, um so das beste Klangerlebnis bieten zu können" erklärt Sascha Mallah, CMO bei Raumfeld.

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Florian Christof

FlorianChristof

Großteils bin ich mit Produkttests beschäftigt - Smartphones, Elektroautos, Kopfhörer und alles was mit Strom betrieben wird.

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