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SRS-X2: Wireless Speaker von Sony im Hands-On

Musik hören kann man heutzutage auf vielfältige Art und Weise. Mit seinem Smartphone oder Tablet hat man eigentlich fast die ganze Zeit über ein tragbares Soundsystem dabei. Will man die Musik mit seinen Freunden teilen, etwa im Schwimmbad, im Park, bei einer Grill-Party, am Balkon im Urlaub, oder auch direkt am Strand beim Relaxen, so ist das mit kleinen Lautsprechern jederzeit möglich. Der jüngste Trend dazu: Kabellose Lautsprecher, bei denen man sein Mobilgerät via Bluetooth mit dem Lautsprecher verbindet. Die Verkaufszahlen derartiger „Wireless Speaker“-Modelle zeigen derzeit deutlich nach oben.

Outdoor-Wireless-Speaker

Sony hat am Freitag mit dem SRS-X2 ein neues Modell vorgestellt, das im Juli auf den Markt kommen soll. Die futurezone konnte den kabellosen Lautsprecher eine Stunde lang genauer unter die Lupe nehmen. Der SRS-X2 „Wireless Speaker“ hat die Maße 171 x 60,5 x 56,5 Millimeter und wiegt etwa 500 Gramm. Nimmt man den Speaker in die Hand, fühlt er sich tatsächlich kinderleicht an. Man merkt, dass er dafür konzipiert wurde, ihn überall hin mitzunehmen. In die Hosentasche passt er zwar nicht (ganz), dafür aber in jede Damenhandtasche und jeden Rucksack.

Die Verbindung mit dem Smartphone klappt reibungslos. Aktiviert man „Bluetooth“, wird der Speaker am Smartphone unter „Verfügbare Geräte“ angezeigt. Drückt man auf „Verbinden“, sind die Geräte miteinander gekoppelt und man kann beginnen, seine Musik abzuspielen. Auch praktisch: Wer ein NFC-fähiges Mobilgerät besitzt, muss das Gerät nur kurz an die Oberseite des Lautsprechers halten und diese berühren und die Geräte werden automatisch miteinander verbunden. Die Distanz, die dabei zwischen Smartphone und Speaker liegen darf, beträgt laut Hersteller-Angaben zehn Meter. Das lässt sich bestätigen. Allerdings lässt sich in dieser Distanz keine Musik mehr hören.

Klang und Technologie

Obwohl das Gerät so klein ist, dass es fast in eine Hand passt, ist der Sound, der aus dem 20-Watt starken Lautsprecher schallt, äußerst kräftig und klar. Die Frequency Range, die das Gerät abspielen kann, umfasst alles zwischen 100 und 20.000 Herz (Hz). Das bedeutet: Die Frequenzen am unteren Ende (zwischen 30 und 100 Hz), die etwa bei Subbässen eine große Rolle spielen, werden vom Gerät nicht wiedergeben. Im Praxisgebrauch ist dies jedoch nicht wirklich hörbar, auch bei stark basslastiger Musik wie Drum&Bass oder Dubstep klingen die Songs weder verzerrt, noch basslos.

Das liegt möglicherweise auch an der Sony ClearAudio+ Technologie, die im SRS-X2 integriert ist, die „hochwertigen Klang“ gewährleisten soll. Aktiviert man zusätzlich den „Sound-Modus“, hören sich Songs noch besser an, weil automatisch ein breiteres Klangfeld erzeugt wird. Der Unterschied ist bei manchen Songs im Hands-On hörbar, bei anderen wiederum nicht. Speziell bei aus dem Internet gestreamten Dateien (wie z.B. YouTube-Videos oder minderwertigen MP3-Dateien) ist der Unterschied meist hörbar, bei Musik-Files, die ohnehin recht gut sind (WAV bzw. hochwertig codierte MP3-Files) weniger. Es ist auf jeden Fall ein netter Bonus, den Sony-Walkman-User bereits von ihren Audio-Playern kennen.

Nicht überall gleich

Ein kleines Detail am Rande: Die Speaker klingen selbstverständlich nur dann richtig gut, wenn sie direkt auf die Personen abgestimmt sind, die Musik hören wollen. Dreht man die Lautsprecher nur wenige Zentimeter aus der Richtung, ist der Sound bereits extrem dünn. Die Ausrichtung auf drei Personen, die nebeneinander auf Sesseln (oder in unserem Fall Strandliegen) sitzen und den Lautsprecher zirka einen Meter entfernt auf einem Tisch stehen haben, ist realistisch möglich, sodass alle drei noch klaren, fetten Sound hören können. Für größere Gruppen könnte das allerdings bereits problematisch werden. Gut ist diese Tatsache auf jeden Fall für die „Nachbarn“ - wer nicht direkt vor den Boxen sitzt, hört praktisch keine störenden Geräusche.

Sony gibt an, dass der eingebaute Akku bis zu fünf Stunden lang durchhalten soll. Dies konnte nicht überprüft werden. Eine Stunde lang Musik abspielen war für den Akku auf jeden Fall kein Problem. Aufgeladen werden kann der SRS-X2 auf jeden Fall über ein (mitgeliefertes) Micro-USB-Kabel oder ein AC-Netzteil. Wer das Gerät viel Outdoor verwendet, sollte aufpassen, dass die Anschlüsse sauber bleiben. Sand oder Wasser sind keine geeigneten „Mitbringsel“.

Kompaktes Design

Nun zur Optik: Das Design der kabellosen Speaker wurde vom Designer Mirko Götzen in London entwickelt und es ist Teil der gesamten Speaker-Linie SRS von Sony. Das Design läuft unter dem Namen „Definitive Outline“. Götzens Idee war, dass der Speaker durch sein Material in praktisch jedes Zimmer passt, ohne zu stören. Der SRS-X2 fällt jedoch, was das Design betrifft, ein wenig aus der Rolle: Im Gegensatz zu den anderen Speakern der SRS-Linie wurde beim SRS-X2 auf runde Ecken anstelle von Kanten gesetzt. Das passt besser zum Outdoor-Gebrauch, schaut aber auch am Wohnzimmer-Tisch gut aus. Die wenigen verfügbaren Knöpfe sind schön am Gerät integriert und leicht auffindbar. Das Design im Gesamten ist äußerst kompakt und minimalistisch.

Fazit: Klingt (meistens) gut

Der kabellose Lautsprecher SRS-X2 ist vor allem für den Outdoor-Einsatz am Strand, im Park oder bei einer kleinen Grillparty bestens geeignet. Er ist leicht und kompakt. Der Klang ist für die Größe des Geräts in diesem Szenario hervorragend, man muss lediglich kleine Abstriche im Bass-Bereich hinnehmen.In geschlossenen Zimmern empfiehlt es sich, den mobilen Lautsprecher direkt in den Bereich, in dem man sich aufzuhalten zu gedenkt, hinzustellen. Aufgrund seines schlichten, neutralen Designs passt der Lautsprecher praktisch überall hin.

Der SRS-X2 ist ab Anfang Juli in Österreich ab 99 Euro (UVP) in den Farben Schwarz, Weiß und Rot verfügbar.

Disclaimer: Die Reisekosten zur Speaker-Präsentation in den Niederlanden wurden von Sony übernommen.

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Barbara Wimmer

shroombab

Preisgekrönte Journalistin, Autorin und Vortragende. Seit November 2010 bei der Kurier-Futurezone. Schreibt und spricht über Netzpolitik, Datenschutz, Algorithmen, Künstliche Intelligenz, Social Media, Digitales und alles, was (vermeintlich) smart ist.

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