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Xperia X Compact im Hands-on: Der kleine Bruder schwächelt

Sony hat im Rahmen der IFA in Berlin ein neues Compact-Smartphone vorgestellt. Die Linie kleiner aber dennoch leistungsstarker Smartphones hat in den vergangenen Jahren einige Fans gefunden. Das Prinzip war simpel: Kleineres Gehäuse und geringere Displayauflösung, ansonsten aber die gleiche Hardware wie das jeweilige Xperia-Spitzenmodell. Dem ist Sony mit dem neuen Xperia Compact nicht vollständig treu geblieben. Während beim aktuellen Flaggschiff Xperia XZ ein Snapdragon 820 zum Einsatz kommt, ist es bei der kleinen Version ein MSM 8956, wie Sony selbst angibt. Der Chip ist unter anderem als Snapdragon 618 bekannt.

Verarbeitung und Display

Auch beim Gehäuse kommt mir das neue Compact weniger hochwertig vor als die Vorgängermodelle. So wird verstärkt Kunststoff eingesetzt und weniger Metall und Glas. Ein Vorteil davon ist, dass das Handy angenehm leicht ist. Durch die 4,6 Zoll Displaydiagonale liegt das Compact deutlich sicherer in der Hand, als man es von größeren Devices gewohnt ist.

Das Display löst in 720p auf. Durch die heutzutage als klein geltende Displaydiagonale ist die Anzeige dennoch scharf. In Sachen Farbdarstellung setzt Sony seit jeher auf einen eher neutraleren und weniger knalligen Ton. Mir ist das Display im ersten Moment etwas kontrastarm vorgekommen, was jedoch auch an den suboptimalen Lichtverhältnissen der Messehalle liegen könnte. Der Betrachtungswinkel geht in Ordnung. Insgesamt kann das Display in Sachen Qualität nicht mit dem des aktuellen Flaggschiffs XZ mithalten.

Bedienung und Kamera

Sony liefert die Geräte mit Android in der aktuellsten Version 6.0.1 aus. Wie üblich hat Sony einige Apps vorinstalliert, hält sich aber insgesamt mit den Modifikationen eher zurück. Das System läuft im ersten Kurztest schnell, besonders die Kamera startet und fokussiert äußert schnell. Ob es wirklich die von Sony versprochen 0,6 Sekunden vom ausgeschalteten Zustand bis zum Auslösen sind, konnte ich im Hands-on nicht nachmessen.

Erstes Fazit

Viele Fans werden ein wenig enttäuscht sein, dass Sony mit dem Prinzip des kleinen Premium-Handys ein wenig gebrochen hat und eher in Richtung Mittelklasse gerutscht ist. Das X Compact sollte man deswegen aber nicht abschreiben. Der Vorteil des nicht ganz so starken Prozessors soll eine längere Akkulaufzeit sein, wie ein Sony-Vertreter im Rahmen der IFA erklärte.

Sollte diese Taktik aufgehen und das neue Compact in der Praxis mit einer noch längeren Laufzeit als seine Vorgänger bestechen, wäre das ein starkes Argument für den Smartphone-Zwerg. Gegenüber den kleineren Modellen der Konkurrenz kann man sich damit ebenfalls relativ gut abheben, genauso wie mit der qualitativ hochwertigen Kamera.

Das Xperia X Compact wird ab Anfang September in den Farben Nebel-Blau, Nacht- Schwarz und Weiß für 449 Euro (UVP) erhältlich sein.

Alle wichtigen News rund um die IFA 2016 in Berlin findet ihr hier.

Disclaimer: Die Reisekosten der futurezone-Redakteure zur IFA werden von Samsung, Sony und der futurezone selbst bezahlt.

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Thomas Prenner

ThPrenner

Beschäftigt sich mit Dingen, die man täglich nutzt. Möchte Altes mit Neuem verbinden. Mag Streaming genauso gern wie seine Schallplatten. Fotografiert am liebsten auf Film, meistens aber mit dem Smartphone.

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Gregor Gruber

Testet am liebsten Videospiele und Hardware, vom Kopfhörer über Smartphones und Kameras bis zum 8K-TV.

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