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Erneuerbare Energien machen 30 Prozent des weltweiten Strommix aus

2023 wurden 30,2 Prozent der weltweiten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien generiert worden. Das Wachstum bei Solar- und Windkraft führte 2023 zum erstmaligen Überschreiten der 30-Prozent-Marke, geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Denkfabrik Ember hervor

2000 betrug der Anteil Erneuerbarer noch 19 Prozent, seither wuchs er vor allem durch immer mehr Wind- und Sonnenenergie. Während ihr Anteil an der weltweiten Stromerzeugung im Jahr 2000 0,2 Prozent betrug, wurde 2023 mit 13,4 Prozent (3.935 TWh) ein Höchststand erreicht, schreiben die Autor*innen. 

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Solarkraft steigt am schnellsten

Solarkraft wuchs auch im vergangenen Jahr am schnellsten. Ihr Anteil betrug 2022 noch 4,6 Prozent, 2023 waren es 5,5 Prozent. Insbesondere China, aber auch Brasilien, die EU und die USA konnten stark zu dieser Entwicklung beitragen. China allein trug mit 51 Prozent zum globalen Solarstrom und mit 60 Prozent zur Windenergie bei.

Wind uns Solarkraft (grün) steigen stark, Wasserkraft (blau) nahm aufgrund von Dürren ab

Windenergie hat einen Anteil von 7,8 Prozent (2.304 TWh) am globalen Strommix, wuchs allerdings langsamer als Solarenergie. Ein Grund dafür dürfte der erste Rückgang bei der Windenergieproduktion in den USA seit 2001 gewesen sein. Bioenergie hat einen Anteil von 2,4 Prozent an der weltweiten Energieproduktion. 

Laut Ember erreichten erneuerbare Energien in 102 Ländern die 30-Prozent-Marke, 2022 waren es noch 98. In 69 Ländern macht der Anteil sogar mehr als 50 Prozent aus, 3 mehr als im Jahr zuvor. 

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Dürren sorgten für Kohlekraftanstieg

Die Stromerzeugung aus Wasserkraft allerdings fiel auf ein Fünfjahrestief, zurückzuführen auf Dürren unter anderem in China. Dieses Defizit sei durch einen Anstieg bei der Kohleverstromung ausgeglichen worden - was wiederum zu einem Anstieg der weltweiten Emissionen im Stromsektor um 1 Prozent führte. Die Kohleverstromung wurde demnach vor allem in 4 Ländern erhöht, die stark von Dürren betroffen waren: China, Indien, Vietnam und Mexiko.

Fossile Energiequellen sanken insgesamt trotzdem von 61,4 Prozent im Jahr 2022 auf 60,3 Prozent (2023). 9,1 Prozent stammten aus Atomenergie. Für ihre Analyse verwendeten die Experten verschiedene Daten zur Bruttostromerzeugung, etwa vom EU-Statistikamt Eurostat oder Energy Information Administration (EIA).

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Schnelleres Wachstum nötig

Um die weltweiten Klimaziele noch zu erreichen ist das Wachstum der erneuerbaren Energien aber noch zu langsam. Expert*innen zufolge müssten Solar- und Windkraft bis 2030 insgesamt 40 Prozent der globalen Energieproduktion ausmachen

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