Kein Plan? Diese Apps helfen beim Uni-Alltag

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Apps
10/06/2019

Diese Apps dürfen zum Start ins neue Uni-Jahr nicht fehlen

Zettel und Stift gehören für viele schon lange nicht mehr zum Uni-Alltag. Mit ein paar Apps wird das Semester zum Kinderspiel.

von Amir Farouk

Nachdem auch für die letzten Studenten die Ferienzeit zu Ende geht, gibt es einiges zu erledigen. Lehrveranstaltungen müssen angemeldet, Bücher und Skripte organisiert und der generelle Wochenablauf geplant werden. Von Fach zu Fach unterschiedlich, kommen mit den jeweiligen Einheiten auch ganz eigene Anforderungen auf die Studenten zu.

Mancherorts braucht es nicht mehr als Zettel und Stift. In anderen Lehrveranstaltungen müssen beinahe ganze Bibliotheken mitgeschleppt werden. Aber nicht nur das Material spielt eine Rolle. Rund um die Arbeit gibt es noch viele andere Dinge zu organisieren. Gruppenarbeiten oder größere Projekte müssen effizient organisiert werden.

Und auch der Kalender will möglichst übersichtlich und intelligent gestaltet werden. Alles Dinge, die sich mit ein paar Apps erledigen lassen. Ein einziges Gerät, sei es ein Tablet oder Smartphone, kann im Optimalfall nicht nur viel Platz in der Tasche, sondern auch einiges an Zeit und Nerven sparen.

iStudiez Pro

Gute Organisation ist vor allem auf der Uni essenziell. Angefangen beim Stundenplan bis zu Hausaufgaben und Projekte muss stets alles im Blick behalten werden. Vertreter des guten alten Time-Managers aus Papier werden die Situation kennen. So ordentlich das eigene Buch auch geführt, hin und wieder ist diese eine wichtige Notiz einfach nicht mehr auffindbar. Damit Erinnerungen und Notizen gar nicht erst mühsam gesucht werden müssen, bietet sich iStudiez an. Die App legt ihren Fokus voll auf die Bedürfnisse von Schülern und Studenten bei der Planung und Verwaltung der Lehrveranstaltungen.

In iStudiez kann für jedes Fach eine eigene Abteilung angelegt werden. Damit einhergehend können sämtliche Unterrichtszeiten sowohl statisch als auch variabel eingetragen werden. Die App nimmt sich dann sämtliche Zeiten und fügt diese zu einem übersichtlichen Plan zusammen. Änderungen können dann jederzeit manuell vorgenommen werden. Auch Verschiebungen und Ausfall-Begründungen lassen sich für die spätere Einsicht eintragen.

Wer sich lieber den fertigen Kalender der Uni holt, kann auch diesen einfach in die Anwendung einbinden. Zu jedem Fach können aber nicht nur die Zeiten eingetragen werden. Informationen zu Lehrenden, Notenschlüssel und Noten lassen sich eintragen. Zu jeder Einheit können Eventnotizen, Aufgaben und eventuelle Partner hinzugefügt werden. Bei Bedarf erinnert die App auch an jedes einzelne Detail mit einer Pushnachricht.

iStudize ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. Bestimmte Features lassen sich mit einem Monats- oder Jahresabo freischalten.

Forest

So sehr Smartphone und Tablet ein Helfer auf der Uni sein mögen, manchmal sind sie auch ein Fluch. Logischerweise laufen auf den meisten Geräten nicht nur Apps zum Arbeiten und Lernen, sondern auch jede Menge Ablenkungen. WhatsApp leuchtet alle zwei Minuten auf, bei Facebook gibt es wieder interessantes und die neuesten Nachrichten aus der Welt wollen gelesen werden. Wer beim Kampf gegen den inneren Schweinehund etwas Unterstützung braucht, findet in Forest möglicherweise den richtigen Motivator. Entwickelt für all jene mit einem Hang zur Handysucht, ist Forest auch beim Lernen als Helfer geeignet.

Das Konzept hinter der App ist so simpel wie genial. Zu Beginn erhalten wir einen Samen, den wir in die Erde pflanzen sollen. Zum Start unserer Konzentrationsphase, also beispielsweise bevor wir mit dem Lernen beginnen, wird der Samen eingesetzt. Ein Countdown, der von und selbst eingestellt wird, definiert die Zeit, die wir uns zum Lernen nehmen möchten.

Ist der Samen eingepflanzt, gilt es das eigene Gerät wegzulegen. Ab diesem Zeitpunkt dürfen wir nicht mehr ans Handy oder Tablet gehen. Denn während wir brav arbeiten, wächst im Hintergrund unser Samen zu einem Baum heran. Sofern der Countdown nicht abgelaufen ist, dürfen wir nicht an App oder Gerät herumwerkeln. Andernfalls stirbt der Baum.

Ziel von Forest ist es, einen möglichst großen Wald zu pflanzen und natürlich die Finger vom Smartphone zu lassen. Neben der Wald-Herausforderungen können auch Freunde und Familie in eine Art Wettbewerb eingeladen werden. Das erfolgreiche Erledigen von Aufgaben bringt außerdem Münzen, die innerhalb der App eingetauscht werden können. Unter anderem für ein Aufforstungsprojekt, das im Gegenzug echte Bäume rund um die Welt pflanzt.

Forest ist für 2,29 Euro für iOS und Android erhältlich.

ISIC

Die ISIC-App wird von vielen Studenten als Must-Have bezeichnet. Der globale Studentenausweis ISIC, kurz für International Student Identity Card, wird nicht nur als handelsübliche Plastikkarte ausgegeben. Auch in digitaler Form ist das international anerkannte Ausweisdokument für Stundenten verfügbar. Über die App kann dann im Handumdrehen der gültige Ausweis inklusive Foto und allen relevanten Daten abgerufen werden. Auch eine eigene Validierung ist in der App implementiert.

Selbstverständlich kann die ISIC-App aber mehr als nur den Ausweis herzeigen. Für Studenten finden sich hier auch jede Menge Angebote. Die Anwendung zeigt dabei mittels Standortabfrage potenziell interessante Deals in der Umgebung. Neben vielen Ermäßigungen listet die App ähnlich wie Tripadvisor auch beliebte Spots in Umgebung.

Von Bars über Museen bis hin zu Sightseeing-Möglichkeiten ist fast alles vertreten. Auch Unterkünfte können über ISIC gesucht werden - Features, die vor allem für Auslandssemester relevant sind.

ISIC ist kostenlos für iOS und Android erhältlich.

Notability

Viele haben schon behauptet, dass sie es nur durch Zuhören durch die Prüfungen schaffen. Aber die wenigsten sind am Ende wirklich ohne Notizen ausgekommen. Wer sich in den Vorlesungen nicht nur berieseln lassen, sondern auch Inhalte in schriftlicher Form mitnehmen will, braucht zum Mitschreiben eine passende App.

Auf iOS punktet Notability dank seiner auf den Apple Pencil ausgerichteten Umsetzung. Mit dem Stift bewaffnet, ist das Mitschreiben in der Vorlesung kein Problem. Farben, Form und Schreibstill können unkompliziert angepasst werden. Auch die Seitenverwaltung geht leicht von der Hand. Textschnippsel und Objekte wie Bilder können mit der Lasso-Funktion jederzeit verschoben werden.

Besonders cool ist die Aufnahme-Funktion. Durch Tippen auf das Mikrofon-Symbol startet Notability die Sprachaufzeichnung und speichert sämtliche Tonaufnahmen mit der Notiz mit. Möchten wir zu einem späteren Zeitpunkt nachvollziehen, was beim Schreiben gesagt wurde, tippen wir einfach auf die entprechende Stelle. Während die Sequenz abgespielt wird, zeichnet Notability sogar nach, was wir in diesem Moment geschrieben haben.

Notability ist um 12,99 Euro für iOS erhältlich.

LectureNotes

Ähnlich zu Notability agiert LectureNotes. Auf das breite Angebot von Android-Tablets angepasst, kann hier unkompliziert mitgeschrieben werden. Im Zusammenspiel mit mehreren Erweiterungen, die für die Anwendung angeboten werden, deckt LectureNotes sämtliche Bereiche einer ordentlichen Mitschrift-App ab. Audioaufnahmen und die nahtlose Integration vom Medieninhalten, inklusive Videos, in den einzelnen Folien sind möglich.

Auch der Export Richtung Evernote, OneNote und als eigenständige PDF sind möglich. Sowohl Notability als auch LectureNotes sind nicht nur zum Schreiben auf einer weißen Seite gedacht. Vorlesungsfolien lassen sich genauso importieren wie ganze Skripten oder Bücher. Selbstverständlich kann dann auch in diesen markiert, unterstrichen und mitgeschrieben werden.

LectureNotes ist um 5,99 Euro für Android erhältlich.

Scanbot

Wer an der Uni auf volle Digitalisierung setzt, kennt das Problem nur zu gut. Sämtliche Unterlagen, bis zum kleinsten Schmierzettel, befinden sich auf dem Tablet. Und dann werden in jeder Lehreinheit ausgedruckte Zettel verteilt, die zur Übung gedacht sind. Statt hier eine zweite Baustelle aufzumachen und klassisch auf Papier mitzuschreiben, digitalisieren wir uns die vielen Zettel in Windeseile selbst. Anstelle eines Flachbettscanners im Rucksack, genügt heutzutage glücklicherweise der Download von Scanbot.

Die Anwendung nutzt die Kamera von Smartphone oder Tablet und scannt den oder die Zettel ein. Statt einfach ein dummes Foto zu hinterlegen, überarbeitet die App unseren Scan. Die Ränder des Papiers werden automatisch erkannt, um Tische oder andere Objekte im Hintergrund auszublenden. Sofern gewünscht, kann der Text mit OCR sogar maschinenlesbar gemacht werden.

Im Optimalfall kann der eingescannte Zettel dann mit Schreibprogrammen nachbearbeitet oder ausgefüllt werden. Der Export ist unter anderem in JPEG oder PDF möglich, um das Dokument nahtlos in Apps, wie etwa die bereits erwähnten Notability oder LectureNotes, einfügen zu können. iOS-Nutzer können mittlerweile auch über die vorinstallierte Notiz-App Dokumente einscannen. Seit iOS 13 ist dies über das Foto-Symbol am unteren Bildschirmrand möglich.

Scanbot ist kostenlos für iOS und Android erhältlich. Der volle Funktionsumfang ist nur gegen eine Abogebühr nutzbar.

Fazit

Die mühseelige Schlepperei auf der Uni muss heutzutage nicht mehr sein. Dank moderner Geräte und entsprechender Apps kann der ganze Uni-Alltag bequem auf einem Gerät transportiert werden. iStudiez organisiert bei ordentlicher Einrichtung das ganze Semester durch. Notability und LectureNotes sparen mit ihren Features nicht nur jede Menge Gewicht in der Tasche, dank Audiofeatures ist quasi jede Vorlesung unbegrenzt abrufbar.