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25.06.2014

Facebook startet Snapchat-Rivalen in Österreich

Mit der Foto-App namens Slingshot will Facebook dem Konkurrenten Snapchat Marktanteile streitig machen. Auch eine Patentverletzung steht dabei im Raum.

Facebook hat heute, Mittwoch, seine Foto-App mit dem Namen Slingshot (Steinschleuder) weltweit gestartet und diese damit auch nach Österreich gebracht. Die Applikation zum Teilen von Fotos und Videos, die sich nach dem Anschauen von alleine löschen, steht im Apple App Store und bei Google Play zum Download bereit.

Slingshot startete bereits vor einer Woche in den USA. Die Foto-App ist auch hierzulande nur auf Englisch erhältlich.

Das weltgrößte Online-Netzwerk Facebook musste sich in diesem Bereich bisher der App Snapchat geschlagen geben. Im Vergleich zur Konkurrenz muss ein Nutzer der Facebook-App zunächst aber dem Absender selber etwas zurückschicken, um erhaltene Bilder sehen zu können.

Facebook wollte im vergangenen Jahr den Konkurrenten Snapchat kaufen, doch die Gründer lehnten ab. Bereits seit 2012 hatte Facebook die App „Poke“ im Angebot, bei der die Fotos nach dem Ansehen ebenfalls von selbst verschwanden. Sie fand jedoch nur wenige Nutzer und wurde vor kurzem aus den Download-Plattformen zurückgezogen.

Patentstreit

Wie erst kürzlich berichtet wurde, könnte Facebook mit seiner neuen App ein Patent des Konkurrenten Snapchat verletzen. Das Patent "Single mode visual media capture" wurde Snapchat zuerkannt und beschreibe laut mehreren Medienberichten auch die Funktionsweise von Facebooks Slingshot.

Weder Facebook noch Snapchat äußerten sich bislang dazu. Slingshot-Desinger Joey Flynn entgegnete in einem Interview erst kürzlich dem Vorwurf, Facebook hätte Snapchatt kopiert: "Wenn man Slingshot nutzt, wird deutlich, wie unterschiedlich es ist."