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30.04.2018

Facebook weitet Tests von "Downvote"-Button aus

Auch einige Facebook-Nutzer in Australien und Neuseeland erhalten "Up- "und "Downvote"-Buttons, um Kommentare zu bewerten.

Einen "Dislike"-Button als Gegenteil des "Like"-Buttons ("Gefällt mir") wollte Facebook niemals einführen. Das Social Network testet stattdessen "Upvote"- und "Downvote"-Buttons, wie sie etwa im Online-Forum Reddit gebräuchlich sind. Im Februar wurde bekannt, dass Facebook ersten Testnutzern diese Möglichkeit der Bewertung von Kommentaren zur Verfügung stellt. Nun berichten neben US-Nutzern auch einige Facebook-Mitglieder in Australien und Neuseeland davon, plötzlich "Upvote"- und "Downvote"-Buttons erhalten zu haben.

"Bessere öffentliche Diskussionen"

Wie CNet berichtet, tauchen die neuen Buttons einzig auf Facebook-Seiten auf, die in Australien oder Neuseeland kreiert wurden und auch nur dann, wenn man diese Seiten per Facebook Mobil-App öffnet. "Leute haben uns gesagt, dass sie bessere öffentliche Diskussionen auf Facebook sehen wollen und Räume wollen, wo Menschen mit unterschiedlicher Meinung einen konstruktiveren Dialog führen können", sagt ein Facebook-Sprecher zur Ausweitung der Tests des "Downvote"-Buttons.

"Deswegen führen wir etwa in Neuseeland einen kleinen Test durch, bei dem Menschen Kommentare zu Postings auf öffentlichen Facebook-Seiten up- oder downvoten können." Facebook hoffe darauf, durch das Voting-System Kommentare hervorheben zu können, die Nutzer für bedeutungsvoll halten, anstatt jene Kommentare, die die stärksten emotionalen Reaktionen erhalten. Kommentare, die keinen konstruktiven Beitrag darstellen, sollten per "Downvote" andererseits möglichst in der Versenkung verschwinden.

Neue Rolle im öffentlichen Diskurs

Der "Downvote"-Button sollte im Lichte der jüngsten Anstrengungen von Facebook gesehen werden, die Art des Nachrichtenkonsums seiner Nutzer zu verändern, meint Jack Kent, Analyst bei IHS Markit gegenüber der BBC. "Wenn man die aktuelle Debatte rund um Facebooks Rolle in Online-Diskursen hernimmt, macht es Sinn, dass die Plattform unterschiedliche Interaktionsmöglichkeiten von Nutzern mit Inhalten in einer öffentlichen Umgebung testet."