Im Elysee-Palast wird künftig verschlüsselt kommuniziert

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04/21/2019

Frankreich startet verschlüsselten Messenger Tchap

Tchap lässt Beamte Nachrichten mit End-to-End-Verschlüsselung austauschen. Gleich zu Beginn wurde eine Sicherheitslücke entdeckt.

Bereits vor einem Jahr hat die französische Regierung angekündigt, aus Vorsicht vor Spionage einen eigenen Messenger-Dienst zu entwickeln. Auf die Sicherheit von Messenger-Diensten wie WhatsApp oder Telegram will sich der Staat nicht verlassen. Stattdessen sollte eine sichere Alternative aus Eigenproduktion herhalten, um die Online-Kommunikation von Beamten zu schützen.

Wie TechCrunch berichtet, wurde der Messenger-Dienst Tchap nun gestartet. Er bietet End-to-End-Verschlüsselung und baut auf dem Open-Source-Projekt Riot auf, das wiederum auf dem Matrix-Protokoll basiert. Der Datenaustausch bei Tchap wird ausschließlich über französische Server abgewickelt.

Lücke entdeckt

Gleich zum Start des neuen Messenger-Dienstes wurde allerdings eine Sicherheitslücke entdeckt. Ein Twitter-Nutzer, der sich Elliot Alderson nennt (wie der von Rami Malek gespielte Protagonist der Hacker-Serie "Mr. Robot") fand heraus, dass man auch als nicht im Staatsdienst stehende Person leicht ein Konto bei Tchap anlegen konnte, wenn man das Kürzel "@elysee.fr" an die eigene E-Mail-Adresse anhängt.

Die Schwachstelle teilte er dem Team des Matrix-Protokolls mit. Diese beeilten sich zu erklären, dass das Problem lediglich mit der Anwendung des Protokolls für Tchap bestehe. Die Schwachstelle sei sofort behoben worden.