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21.02.2018

In Bus-Gepäckraum eingesperrte Studentin wird zum Jodel-Hit

Der Live-Bericht einer in einem fahrenden Bus eingesperrten Studentin sorgt in der Chat-App Jodel für Partystimmung.

Eine 21-jährige Studentin wollte mit dem Intercity-Bus von Klagenfurt nach Graz fahren, schlichtete ihr Gepäck selbst in den Gepäckraum und wurde dort versehentlich vom Busfahrer eingeschlossen. Weil auf Rufe und Hämmern gegen die Gepäckraumdecke niemand reagierte, wurde die Studentin zum unfreiwilligen blinden Passagier, wie ORF.at berichtet. Sich der Komik der Situation bewusst, beschrieb die Eingesperrte ihre Lage in der Chat-App Jodel. Die Konversation in der App, in der anonymisiert Beiträge gepostet werden können, wurde innerhalb kürzester Zeit zum Hit.

Polizei bot zwei Alternativen

Die Studentin versuchte neben ihrer Chat-Aktivität vergeblich, eine Hotline der ÖBB zu erreichen und rief schließlich mit ihrem Smartphone die Polizei. Diese wiederum kontaktierte die ÖBB und erfuhr, der Buschauffeur könne nicht kontaktiert werden. Die Polizei riet der immer noch im Gepäckraum sitzenden Studentin, auf den nächsten Zwischenstopp in Wolfsberg zu warten, wo der Gepäckraum sicherlich geöffnet werden würde. Alternativ könne man den Bus auf der Strecke durch ein Polizeiauto anhalten, bot man der Frau an.

Zuseher in Wolfsberg

Bis auf einen kalten Luftzug sei ihre Lage jedoch nicht so schlimm, meinte die Studentin. Per Jodel bekundeten mittlerweile zwei Personen ihre Absicht, die Entdeckung der Studentin in Wolfsberg vor Ort mitansehen zu wollen. Mittels geposteter Bilder dokumentierten sie die Szenerie beim Zwischenstopp. Die Polizei war offenbar bereits an der Haltestelle positioniert, um die Studentin zu befreien. Diese konnte die Fahrt nach Graz anschließend auf dem von ihr zuvor reservierten Sitz im Passagierraum des Busses fortsetzen.

ÖBB reagiert

Als sich auch bei der Endstation des Busses in Graz Jodel-Nutzer als Besucher ankündigten, bat die Studentin jedoch, in Ruhe gelassen zu werden. Sie wolle einfach nur heim. Die ÖBB reagierten per Facebook auf den Vorfall. Das Unternehmen bat Bekannte der 21-jährigen Studentin, der Gepäckraum-Mitfahrerin doch bitte mitzuteilen, sich bei den ÖBB zu melden. Per Jodel teilte die Studentin ihre Zukunftspläne mit: "So schnell fahr ich bestimmt nimmer mit dem Intercity Bus mit. Auch nicht oben, wo normalerweise die Gäste sitzen."

Hier die vollständige Jodel-Konversation zum Nachlesen: