Apps 31.01.2018

Skiregion Schladming-Dachstein testet digitalen Skilehrer

Skiregion Schladming-Dachstein testet digitalen Skilehrer
© Schladming-Dachstein

Der Fitness-Tracker CARV arbeitet mit einer Sensor-Schuheinlage und einer Smartphone-App. Über Kopfhörer werden in Echtzeit Tipps zur Verbesserung der Ski-Technik gegeben.

Die obersteirische Ski-Region Schladming-Dachstein bietet ihren Gästen gratis den Dienst eines "digitalen Skilehrers". Das System "CARV" wertet die Daten per Schuheinlage und App aus. Über "In-Ear"-Kopfhörer kann man dann Tipps in Echtzeit und Analysen des Fahrstils erhalten. Die Daten werden über eine Einlege-Sohle mit Sensoren erhoben und über den am Skischuh befestigten Tracker weitergeleitet.

Gewichtsverteilung

Über millimeterdünne Schuheinlagen werden Daten wie Geschwindigkeit, Druckverteilung der Füße, Kraftaufwand, Rotation oder Ausrichtung der Ski laufend gemessen und an eine Smartphone-App via Bluetooth gesendet, wie am Mittwoch mitgeteilt wurde. Wer übrigens selbst kein - für CARV notwendiges - iPhone hat, kann ebenfalls eines ausleihen.

© Schladming-Dachstein

Eingeflüsterte Tipps

Abrufen kann man die Werte bereits während der Abfahrt auf der Piste oder nach dem Abschwingen, am Lift oder in der Skihütte. Dabei macht der digitale Skilehrer Verbesserungsvorschläge. "Steht man etwa zu weit hinten im Schuh, bekommt man das von einer automatisch generierten Stimme angesagt", wie der Geschäftsführer der Schladming Dachstein Tourismusmarketing GmbH, Mathias Schattleitner auf APA-Anfrage mitteilte. "Das Pilotprojekt läuft bis zum Ende der Skisaison. Den realen Skilehrer soll es aber nicht verdrängen. "Der Focus liegt eindeutig auf ergänzen", sagte Schattleitner.

Londoner Start-up dahinter

Betrieben wird das Projekt von Next-Incubator, dem Open Innovation Lab der Energie Steiermark. Ausleihen kann man das System bei den Skischulen Hopl und Tritscher sowie bei Intersport Planai direkt an der Planai-Talstation. Nähere Infos dazu sind hier abrufbar. Laut Hannes Zeichen, Geschäftsführer von Next, stammt das System von dem Londoner Start-up Motionmetrics. Ein ähnliches System, auch auf Messung über Sohlen basierend, haben 2009 drei Tüftler von der Technischen Universität München vorgestellt.

(APA) Erstellt am 31.01.2018