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Kurswechsel

Adobe setzt künftig voll auf Abo-Modell

Die derzeitige Adobe-Programmsammlung Creative Suite 6 wird keinen Nachfolger erhalten. Stattdessen setzt das Unternehmen voll auf das netzbasierte Angebot Creative Cloud. Photoshop als Programm, das man kaufen kann und damit besitzt, gehört damit etwa der Geschichte an. In Zukunft wird man eine monatliche Gebühr zahlen müssen. Für 49,99 Dollar pro Monat erhält man einen Zugang zu den Adobe-Produkten Photoshop CC, InDesign CC, Illustrator CC, Dreamweaver CC and Premiere Pro CC (das CC steht jeweils für Creative Cloud). Für ein einzelnes Programm wird man monatlich 19,99 Dollar zahlen müssen. Studenten erhalten ein Sonderangebot. Auf die Nutzer einzelner Adobe-Programme kommen damit auf lange Sicht höhere Kosten zu. Für Nutzer der vollen Bandbreite an Anwendungen ist der neue Fokus auf Creative Cloud vorteilhafter.

Wie TheNextWeb berichtet, macht der Kurswechsel im Vertrieb für Adobe mehrfach Sinn. Einerseits stabilisiert das Unternehmen damit seine Einnahmen. Statt schubhaft Gewinn zu machen, sobald eine neue Programmversion veröffentlicht wird, verschafft man sich durch ein Abo-Modell kontinuierliche Einnahmen. Das sollte sich nicht zuletzt positiv auf die Firmenfinanzen und damit auf die Attraktivität für Investoren auswirken. Andererseits wirkt man mit einem netzbasierten Angebot der Verbreitung von Raubkopien entgegen. Adobe erspart sich dadurch angeblich Millionen an Entwicklungen im Bereich Digital Rights Management (DRM).

Neben der neuen Vertriebsstrategie stellt Adobe zwei neue Hardware-Entwicklungen vor. Sie nennen sich Projekt Mighty und Projekt Napoleon, berichtet Engadget. Mighty ist ein Stift für Touchscreens, mit dem der Einsatz von Papier unter Kreativarbeitern wegfallen soll. Bei Napoleon handelt es sich um eine Art Cyber-Lineal, das Linien gerade ausrichtet und die Form von Kurven optimiert. In einem Video zeigt Adobe die Fähigkeiten der beiden Entwicklungen vor:

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