B2B
22.04.2011

AMD verdoppelt Gewinn

Chefsuche bei Chiphersteller geht weiter

Nach Intel hat auch der Erzrivale Advanced Micro Devices (AMD) gute Geschäftszahlen vorgelegt und damit die anhaltende Stärke des PC-Markets unterstrichen.Der Gewinn für das erste Quartal habe sich zum Vorjahr auf 510 Millionen Dollar (350 Mio. Euro) fast verdoppelt, heißt es in einer Mitteilung des US-Konzern vom Donnerstag. Damit wurden die Analystenerwartungen übertroffen. Der Umsatz stieg um zwei Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar und erfüllte die Erwartungen. Für das zweite Quartal rechnet AMD mit konstanten oder leicht sinkenden Umsatzerlösen verglichen mit dem Auftaktquartal.

Hohe Nachfrage nach Netbook-Chips
Es habe eine hohe Nachfrage nach Chips für Netbooks gegeben, teilte das Unternehmen mit. Zwar könnte AMD damit in ein Segment vorstoßen, die bisher von Intel beherrscht wird. Allerdings sind hier die Gewinnspannen kleiner als bei den Prozessoren für Laptop- oder Desktop-Computer. In den vergangenen Monaten hatten sich Experten besorgt gezeigt, dass die hohe Nachfrage nach mobilen Geräten wie Tablet-Computer zulasten des PC-Markets gehen könnte. Intels Quartalszahlen hatten diese Ängste schon weitgehend zerstreut. AMD hat seinerseits weniger Geschäftskunden und ist damit stärker von privaten Verbrauchern abhängig.

Chefsuche geht weiter

AMD-Finanzchef Thomas Seifert zeigte sich unterdessen zufrieden mit dem Verlauf der Suche nach einem neuen Chef für die Chipschmiede. Es würden weiter Gespräche geführt, sagte der amtierende Chef. CEO Dirk Meyer hatte das Unternehmen im Jänner nach einem Streit über die Strategie im Markt für Smartphones und Tablet-Computern verlassen.

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