B2B
07.01.2016

Apple-Aktie fällt erstmals seit August unter 100 Dollar

Apples Aktie büßt weiter konstant an Wert ein. Die Krise in China sowie die Furcht vor einem Jahr ohne iPhone-Rekorde lässt Investoren zögern.

Die Apple-Aktie steht weiter unter starkem Druck. Nachdem bereits am Mittwoch Berichte über eine empfindliche Reduktion der iPhone-Produktion den Preis der Apple-Anteile nach unten drückte, folgt am Donnerstag der nächste Tiefpunkt. So fiel die Apple-Aktie erstmals seit fünf Monaten unter 98 US-Dollar. Bereits am Mittwoch wurde die Marke von 100 US-Dollar unterschritten.

Das letzte Mal, als die Apple-Aktie dermaßen tief stand, war am Morgen des 24. August. Damals gab es jedoch aufgrund der Sorge um die chinesische Konjunktur einen kleinen Crash an den US-Börsen, der den Aktienkurs vieler Unternehmen einbrechen ließ - auch jenen von Apple, der damals auf 92 US-Dollar stürzte.

iPhone dominiert Apple

Vom Höchstwert (134,54 US-Dollar), bei dem das Unternehmen mehr als 700 Milliarden US-Dollar wert war, ist man weit entfernt. Investoren befürchten, dass Apples Höhenflug auf dem Smartphone-Markt ein jähes Ende finden könnte. Zunehmende Konkurrenz aus China sowie ein gesättigter Smartphone-Markt sollen dafür sorgen, dass Apple 2016 erstmals ohne iPhone-Rekorde auskommen muss.

Apple soll laut einem Bericht der Zeitung Nikkei seine chinesischen Zulieferer auf eine schwache iPhone-Nachfrage vorbereitet haben. Im laufenden Quartal wurde die Produktion demnach um 30 Prozent reduziert, ab April soll wieder im üblichen Ausmaß produziert werden. Das iPhone ist Apples größte Einnahmequelle.

Krise in China

Neben der geringen iPhone-Nachfrage dürfte aber auch die Krise in China ihren Teil zum Kursabsturz beigetragen haben. Der zweite Handelsabbruch in Shanghai in dieser Woche und die erneute Abwertung der chinesischen Währung Yuan schürten Sorgen vor einer weiteren Konjunkturabkühlung der nach den USA weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft.

Die Furcht vor einer schwächeren Nachfrage aus China ließ die Ölpreise auf den niedrigsten Stand seit fast zwölf Jahren fallen, was wiederum US-Börsenschwergewichten wie Exxon und Chevron zusetzte. Deren Papiere gaben 1,8 und 2,3 Prozent nach.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte kurz nach Handelsstart in New York 1,8 Prozent schwächer bei 16.603 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 1,6 Prozent auf 1957 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab um 2,2 Prozent auf 4730 Punkte nach. Bereits am Mittwoch hatte die Wall Street auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Oktober geschlossen.