© AP Photo/Russel A. Daniels

B2B
12/23/2011

Apple wertvollstes Unternehmen der Welt

Apple hat nach dem Börsenschluss am Mittwoch Exxon Mobil als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen der Welt überholt. Zuvor lieferten sich der Elektronikkonzern und der Ölmulti einen Wettlauf um den Börsenthron.

Apple kam zum Börsenschluss am Mittwoch auf einen Marktwert von 337,2 Milliarden Dollar. Der Ölkonzern Exxon Mobil schloss mit einem Börsenwert von 330.8 Milliarden Dollar. Beide Aktien büßten am Mittwoch an Wert ein. Schon während des Handels am Mittwoch lag Apple zeitweise mit einem Abstand von mehreren Milliarden Dollar an die Spitze.

Am Vortag war der iPhone- und iPad-Hersteller erstmals auf dem ersten Rang beim Börsenwert vorgerückt, wenn auch nur für kurze Zeit. Marktexperten rechnen damit, dass für die Apple-Aktie auf Dauer noch reichlich Luft nach oben ist, während das Exxon-Papier oft mit Konjunktur-Erwartungen und dem Ölpreis mitschwingt. Für den Elektronik-Konzern ist der Titel des wertvollsten Unternehmens die Krönung einer beeindruckenden Wiedergeburt unter der Führung von Mitgründer Steve Jobs.

Apples Siegeszug
Als Jobs 1997 zu Apple zurückkam, steuerte das Unternehmen gerade auf eine Pleite zu. Mit dem Computer iMac gelang es dem neuen Konzernchef, den Fall aufzuhalten. Mit dem 2001 vorgestellten Musikplayer iPod eroberte Apple das Musikgeschäft. Das 2007 gestartete iPhone krempelte die Mobilfunk-Branche um. Mit dem iPad dominiert Apple seit vergangenem Jahr den neuen Markt der Tablet-Computer und macht anderen PC-Herstellern zu schaffen. Den Erzrivalen Microsoft überholte Apple beim Börsenwert bereits im vergangenen Jahr.

Ähnlich imposant entwickelte sich in den vergangenen Jahren die Apple-Aktie. Vor zehn Jahren kostete das Papier weniger als zehn Dollar. Die 100-Dollar-Marke knackte Apple erst im Frühjahr 2007, wenige Wochen vor dem Start des iPhone. Im Sommer war sie dann bereits fast 150 Dollar wert und kratzte zum Jahresende an der 200er-Schwelle.

Sorgen um die Gesundheit von Konzernchef Steve Jobs ließen das Papier dann Anfang 2009 wieder unter 100 Dollar fallen. Jobs, der als zentrale treibende Kraft hinter den Apple-Erfolgen gilt, nahm sich eine sechsmonatige Auszeit. Später wurde bekannt, dass er eine Spender-Leber bekam. Das restliche Top-Management unter Jobs` Vertreter Tim Cook konnte jedoch die Anleger überzeugen. Inzwischen steigt die Aktie, obwohl der 56-jährige Jobs gerade wieder offiziell eine Pause wegen Gesundheitsproblemen macht. Im Juli ging es hinauf bis auf fast 400 Dollar, bevor der Kurs im Zuge der Turbulenzen an den Finanzmärkten etwas absackte. Am Dienstag rückte die Aktie um knapp sechs Prozent auf 374,01 Dollar vor.

Exxon Mobil wurde hingegen stärker in den Strudel der weltweiten Konjunktursorgen gezogen, die Aktie schwingt oft mit dem Ölpreis mit. Im Frühjahr noch stieg das Papier zeitweise bis auf knapp 88 Dollar. In den vergangenen Wochen fiel es deutlich.