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02.08.2018

Aus für die Marken T-Mobile und UPC

Nach der Übernahme von UPC durch T-Mobile kann der neue CEO zudem weder Preiserhöhungen noch Mitarbeiterabbau ausschließen.

Die offizielle Übernahme von UPC durch T-Mobile Austria ist seit 1. August abgeschlossen. Entstehen wird jetzt ein neuer Riese am Markt mit 2.524 Mitarbeitern und 1,24 Milliarden Euro Umsatz - und einer neuen Dachmarke.

Dachmarke "T"

Die beiden Marken T-Mobile und UPC werden in ihrer heute bekannten Form schrittweise über die nächsten Monate vom Markt verschwinden. Stattdessen wird eine gemeinsame, neue Dachmarke entstehen, die wie der Mutterkonzern in Magenta-Farbe gehalten werden wird. Die vorübergehende Bezeichnung dafür lautet "T".  „Wenn wir die Markenrechte an UPC dazu gekauft hätten, wäre die Übernahme noch teurer geworden“, erklärte Andreas Bierwirth, neuer CEO beider Unternehmen bei der ersten offiziellen Pressekonferenz nach der Zusammenlegung. Tele.ring, die mobile zweite Marke von T-Mobile, wird weiterhin auf dem österreichischen Markt präsent bleiben.

UPC-Mitarbeiter müssen umziehen

Die Mitarbeiter von UPC wurden mit bestehenden Verträgen übernommen, an einen Personalabbau sei vorerst nicht gedacht. „Ich kann aber nicht ausschließen, dass es zu einem Mitarbeiterabbau kommen wird“, sagte Bierwirth. Er rechnet allerdings mehr mit einer „natürlichen Fluktuation“ und hat derzeit „eher das Problem, die richtigen IT-Fachkräfte zu bekommen“.

Ein Großteil der UPC-Mitarbeiter wird in die Zentrale der T-Mobile im 3. Bezirk umziehen. Das sogenannte T-Center in Nähe des ehemaligen Wiener Schlachthofes St- Marx wurde laut Bierwirth in der Euphoriephase des Mobilfunks großzügig dimensioniert, daher gebe es kein Platzproblem. 

Was sich für Kunden ändert

Für bestehende Kunden ändert sich vorerst nichts. Alle Verträge bleiben in unveränderter Form aufrecht, Kunden werden weiterhin je nach Zugehörigkeit vom Service von T-Mobile sowie UPC betreut. Die Produkte werden auch in den nächsten Monaten in den jeweiligen Shops und Online-Kanälen von T-Mobile und UPC verkauft. Es entsteht zudem kein außerordentliches Kündigungsrecht aufgrund des Wechsels der Eigentümerschaft von UPC.

Preiserhöhungen möglich

Ab dem nächsten Jahr wird es dann allerdings gemeinsame Produkte für End- und Business-Kunden unter der neuen Marke geben. „Wir wollen hier vor allem auf die Strategie des Cross-Selling setzen, statt auf Preiserhöhungen. Der Deal rechnet sich für uns nicht durch den Austausch von Kunden, sondern durch die Möglichkeit, Kunden etwas Zusätzliches bieten zu können“, sagt Bierwirth.

Preiserhöhungen könne er allerdings nicht per se ausschließen. Diese seien allerdings immer „relativ zu sehen“. „Mit dem Preis erhöht sich meist auch die Anzahl des integrierten Datenvolumens oder der Geschwindigkeit, das muss man immer miteinbeziehen in seiner Kalkulation“, so Bierwirth.

Wettbewerb

„Mit dem gemeinsamen neuen Unternehmen von T-Mobile und UPC geben wir das ultimative Versprechen für die digitale Zukunft Österreichs ab: Wir werden bei Internet-Erlebnis, Entertainment und Service die Besten sein“, erklärt Bierwirth. Deshalb müsse man jetzt die Integration von UPC in das Unternehmen rasch vollziehen. „Die Mitbewerber versuchen sich derzeit auf unsere starken Themen zu setzen. Deshalb müssen wir die Integration rasch vollziehen“.