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Quartalszahlen
07/19/2013

Billige Werbung und Motorola belasten Google

Google macht in seinem zweiten Geschäftsquartal 3,2 Milliarden Dollar Gewinn und steigert den Umsatz um 19 Prozent auf 14,1 Milliarden Dollar. Die Analysten-Erwartungen lagen darüber. Ihr Wunschergebnis wird von sinkenden Preisen für Werbung und Googles Handyhersteller Motorola beeinträchtigt.

Fallende Preise für Werbeanzeigen und Verluste bei der Mobilfunk-Tochter Motorola werfen einen Schatten auf die Bilanz von Google. Zwar verdiente der weltgrößte Suchmaschinenbetreiber im zweiten Quartal mehr als im Vorjahreszeitraum und auch der Umsatz stieg, wie Google am Donnerstag mitteilte. Doch der Preis, den Werbekunden Google pro Anzeigenklick zahlen, ging mit sechs Prozent wieder stärker zurück. In den ersten drei Monaten des Jahres waren es lediglich vier Prozent. Zudem vervierfachte sich der Verlust bei Motorola.

Die geänderten Bedingungen für Werbekunden zeigten offenbar nicht die gewünschten Erfolge, sagte Analyst Ronald Josey von JMP Securities. Ein Grund könnte sein, dass auf mobilen Geräten nicht so häufig Werbung angeklickt werde wie auf PCs, sagte sein Kollege Colin Gillis von BGC Partners. Die Werbeeinnahmen auf den mobilen Geräten sind geringer als auf PCs. Um dem gegen zu wirken hatte Google sein Werbegeschäft im Februar neu aufgestellt.

Damit verschwimmt der Unterschied zwischen Kampagnen auf PCs und mobilen Geräten. Google-Finanzchef Patrick Pichette führte den Preisrückgang bei Anzeigen auf verschiedene Faktoren zurück. Neben dem Trend zu mobilen Geräten sei der Anteil von Werbung internationaler Märkte mit geringeren Preisen gestiegen. Insgesamt seien die Werbeklicks jedoch um 23 Prozent gestiegen, betonte er.

Mehr Umsatz und Gewinn
Im zweiten Quartal legte der Überschuss von Google um 16 Prozent auf 3,23 Milliarden Dollar (2,47 Mrd. Euro) zu. Im Kerngeschäft erhöhten sich die Umsatzerlöse um 20 Prozent auf 13,11 Milliarden Dollar. Der konsolidierte Umsatz betrug 14,11 Milliarden Dollar nach 11,81 Milliarden Dollar. Darin enthalten ist Motorola Mobility. Der Verlust bei dem Handyhersteller, den Google Mitte 2012 für 12,5 Milliarden Dollar kaufte, betrug 218 Millionen Dollar vor Sonderposten. Ein Jahr zuvor lag das Minus lediglich bei 49 Millionen Dollar.

Der Markt zeigte sich vor allem über das Anzeigengeschäft enttäuscht. Sie hatten sich von der Tendenz im ersten Quartal und dem neuen Modell mehr versprochen. Im nachbörslichen Handel fiel die Google-Aktie um vier Prozent.

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