B2B
30.04.2014

Bosch erhofft sich vom M2M-Geschäft viel

Der Technikkonzern Bosch bleibt zwar dem Automobil-Geschäft treu, sieht einen neuen Teil des Kerngeschäfts jedoch auch in der intelligenten Vernetzung von Dingen.

Vernetzte Autos, intelligente Gebäudetechnik, Haushaltsgeräte, die online gehen - nach dem Aus der Solarsparte setzt der Technikkonzern Bosch auf Technologien und Dienste rund um das Internet. „Davon versprechen wir uns neue Wachstumschancen“, sagte Bosch-Chef Volkmar Denner am Mittwoch in Stuttgart. Ein präzises Umsatzziel habe sich der Konzern nicht gesetzt. Das sei nicht möglich, sagte Denner: „In Zukunft werden die Grenzen verwischen.“

Bosch-Sensoren

Bosch ist dabei, Geschäftsbereiche um internetbasierte Dienstleistungen aufzubauen. Dafür hatte das Unternehmen Anfang des Jahres eine eigene Gesellschaft gegründet, um entsprechende Lösungen zu entwickeln. Schlüsseltechnologie sollen die Sensoren von Bosch darstellen, mit deren Hilfe beispielsweise Informationen von fahrenden Autos gesammelt werden, die aber auch in Handys und Haushaltsgeräten oder Rasenmähern verbaut werden. Die Technik werde dadurch lebendig, erklärte Denner: „Wir bringen sie mit unseren Sensoren zum Fühlen, über das Internet der Dinge und Dienste zum Sprechen.“

Doch auch wenn Bosch die Technik rund um Mensch und Haus mit seiner Technologie ausstatten will: Das Kerngeschäft der Stuttgarter bleibt vorerst die Automobilbranche. 2013 brachte der Bereich den Großteil des Gewinns und gut zwei Drittel der Umsätze, langfristig soll der Anteil bei 50 Prozent liegen. Auch der Großteil der Investitionen und Forschungsgelder flossen in das Feld, wachstumsstärkstes Produkt war die Benzin-Direkteinspritzung. Im ersten Quartal verhalf die Sparte dem Konzern zu einem Umsatzplus von rund sieben Prozent. Dabei profitiert Bosch vom Technologiewandel der Branche hin zu verbrauchsarmen Antrieben. Aber auch moderne Fahrassistenzsysteme, die automatisiertes Fahren ermöglichen, sollen 2016 mehr als eine Milliarde Euro Umsatz bringen.