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IPO
04/15/2014

Bravofly geht bei Börsenstart auf Sinkflug

Der Start an der Zürcher Börse verlief für den Online-Reiseanbieter Bravofly wohl nicht wie geplant. Die Kurse sanken beim Handelsdebüt unter den Ausgabepreis.

Mit Bravofly hat bereits der zweite europäische Online-Reiseanbieter einen enttäuschenden Börsenstart hingelegt. Nach der spanischen eDreams Odigeo in der Vorwoche sanken auch die Aktien des Schweizer Branchenvertreters beim Handelsdebüt unter den Ausgabepreis.

Die Bravofly-Titel notierten am Dienstagmittag bei 45,25 Franken, nachdem sie am Vorabend zu 48 Franken und damit in der oberen Hälfte der Preisspanne platziert worden waren. „Angesichts der politischen Spannungen und der Korrektur vieler Internet-Titel ist das Umfeld für solche IPOs nicht ideal“, erklärte ein Händler zum zweiten Börsengang in der Schweiz im laufenden Jahr.

Nicht alle Aktien verkauft

Bravofly konnte nicht alle zur Verfügung stehenden Aktien an den Mann bringen. Statt der bis zu 5,77 Millionen Titel wurden beim Börsengang 5,33 Millionen Papiere verkauft. Das Angebot bestand aus neuen Aktien sowie Titeln aus dem Bestand der Altaktionäre, zu denen neben dem Management der Finanzinvestor Ardian, die italienische Industriellenfamilie Agnelli und der Tessiner Investor Tito Tettamanti gehören.

Während die bisherigen Aktionäre alle angebotenen Titel los wurden, fließt der Firma etwas weniger Geld zu als geplant. Mit den brutto 105 Millionen Franken will die Gesellschaft auf Kreuzfahrten, Hotelübernachtungen und Autovermietung spezialisierte Anbieter übernehmen. Die 2004 gegründete Bravofly vermittelte 2013 Reisen im Wert von 1,05 Milliarden Euro. Davon blieben zwölf Millionen Euro als Gewinn hängen.

Im frühen Handel an der Schweizer Börse sackten Bravofly bis auf 43,55 Franken und damit neun Prozent unter den Ausgabepreis ab. Händler erklärten, enttäuschte Marktteilnehmer, die auf einen schnellen Gewinn aus gewesenen seien, hätten die Titel abgestoßen.

Schwacher Start für ähnliche Titel

Auch andere Technologie-Werte hatten kürzlich einen holprigen Börsenstart. eDreams Odigeo fielen am ersten Handelstag bis zu sieben Prozent, der Videospiel-Entwickler King Digital Entertainment gar bis zu 16 Prozent.

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