B2B
28.11.2011

Bulgarien: Kein Interesse an Mobilfunklizenz

Regulator stoppt Ausschreibung von vierter Lizenz

Der bulgarische Telekommunikationsregulator (KRS) hat ihre Ausschreibung für eine neuen Mobilfunklizenz gestoppt. Das berichtete am Wochenende die Wirtschaftszeitung „Kapital Daily“. Keiner der Interessenten habe eine Teilnahme beantragt, hieß es.

Die KRS hatte die vierte Lizenz auf dem bulgarischen Markt Ende September ausgeschrieben, nachdem die Firma „4G com“ ihr Interesse bekundete. Die Interessenten hätten sich bis zum 14. Oktober melden und bis zum 14. November eine Anzahlung von zwei Millionen Lewa (eine Million Euro) machen sollen, was jedoch nicht geschah. Die Versteigerung hätte am 7. Dezember stattfinden sollen.

„Kapital dayly“ nannte als Gründe für den Flop zuerst den hohen Startpreis von 49,5 Millionen Lewa Lewa (25,3 Mio. Euro), sowie eine fehlende Option für internes Roaming – das heißt, dass dem neue Mobilfunkanbieter nicht die Möglichkeit zugesichert wurde, Netz-Kapazitäten von anderen Betreibern mieten zu können. Die vierte Mobilfunklizenz war schon zweimal 2008 ausgeschrieben worden, blieb aber mangels Interessenten erfolglos. Neben der Telekom-Austria-Tochter MobilTel sind in Bulgarien auch die griechische Globul und die privatisierte bulgarische Telekom - "Vivacom" tätig.