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25.06.2013

Carbon-Gehäuse für das Samsung Galaxy S5

Ein auf Materialien spezialisiertes Unternehmen der Samsung-Gruppe hat ein Joint Venture mit dem deutschen Kohlenstoffspezialisten SGL Group gegründet. Wie Samsung bekannt gibt, sollen elektronische Geräte künftig mit Carbon-Elementen ausgestattet werden.

Für viele ist einer der größten Kritikpunkte am Samsung Galaxy S, S2, S3 und S4 der Einsatz von Plastik. So werden die Smartphones zwar leichter, fühlen sich mitunter aber nicht sehr robust an – auch der Plastik-Look wird oft bekrittelt. Beim Galaxy S5 könnte dies durch den Einsatz von Carbon anders sein.

Samsung Petrochemical hat ein Joint-Venture mit der deutschen SGL Group gegründet. SGL ist ein weltweit agierender Anbieter von Kohlenstofffaser-Produkten, mit 40 Produktionsstandorten und über 100 Niederlassungen weltweit. Das Joint-Venture heißt Samsung SGL Carbon Composite Materials und ist zu je 50 Prozent im Besitz von Samsung und SGL.

Wie Samsung in einer Pressemitteilung bekannt gegeben hat, ist das Ziel eine langfristige Versorgung mit Kohlenstofffasern sicher zu stellen. Dieses soll in Samsung-Produkten, wie in Consumer Electronics und medizinischen Geräten, verwendet werden.

Konkrete Produkte oder Produktkategorien wurden nicht genannt. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Flaggschiff-Produkte als erstes von dem Joint-Venture profitieren werden. Es ist denkbar, dass das Galaxy S5 ein Carbon-Gehäuse bekommt oder Ultrabooks der Serie 9 und Systemkameras mit dem robustem und leichtem Material ausgestattet werden. Carbonfaser-Kunststoff wird etwa in der Luft-, See- und Raumfahrt, der Formel 1, Automobilindustrie und höher preisigen Sportgeräten eingesetzt, wie Angeln und Pfeile für das Bogenschießen.

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