B2B 19.03.2013

Chip-Hersteller ST-Ericsson wird geschlossen

© Bild: ST-Ericsson

Das Joint Venture von Ericsson und STMicroelectronics wird aufgelöst. Ericsson übernimmt das Geschäft mit den LTE-Funkchips und 1.800 Mitarbeiter. Bis zu 1.600 Mitarbeiter von ST-Ericsson werden ihren Job verlieren.

Ericsson und STMicroelectronics geben die Auflösung ihres Joint Ventures bekannt. Seit Februar 2009 wurden unter den Namen ST-Ericsson Chips für Handys hergestellt. Diese waren etwa in Symbian-Handys von Nokia und Samsung zu finden. Jedes vierte, im Jahr 2011 verkaufte, mobile Gerät hatte einen Chip von ST-Ericsson eingebaut.

Dennoch konnte seit Bestehen des Unternehmens kein Gewinn erzielt werden. Seit Dezember 2012 wurde vergeblich ein Käufer für ST-Ericsson gesucht. Die Auflösung wird dem schwedischen Unternehmen Ericsson 400 Millionen Euro kosten und dem französischen Konzern STMicroelectronics 345 Millionen Euro.

Das Joint Venture hat den Firmensitz in Genf. Bis Herbst 2013 soll die Auflösung beendet werden, Ericsson übernimmt das Geschäft mit den LTE-Funkchips und 1.800 Mitarbeiter. STMicroelectronics übernimmt Teile der Entwicklungsbereiche und 950 Mitarbeiter. Weltweit werden bis zu 1.600 Angestellte, davon 500 bis 700 in Europa, gekündigt.

Mehr zum Thema

  • Ericsson und SAP schließen Partnerschaft
  • Ericsson wirft Samsung Patentverletzungen vor
  • Schweden: Ericsson will 1550 Jobs streichen
Erstellt am 19.03.2013