Coronavirus disease (COVID-19) outbreak in France

© REUTERS / BENOIT TESSIER

B2B
04/29/2020

Boeing kündigt 16.000 Mitarbeiter

Der Flugzeughersteller hat angekündigt, zehn bis 15 Prozent aller Stellen im Konzern zu streichen.

Der schon vor der Krise strauchelnde Flugzeugbauer Boeing hat drastische Maßnahmen angekündigt. Zehn Prozent des Personals - das sind 16.000 Mitarbeiter -  werden gestrichen. Aufgrund der schlechten Nachfrage aufgrund der Corona-Krise wird die US-Firma die Produktion des Langstreckenflugzeugs Boeing 787 um die Hälfte kürzen. Die Produktion der Boeing 737 Max, die nach zwei Flugzeugabstürzen am Boden bleiben musste, ist ohnehin ungewiss.

Bis zu 15 Prozent weniger Mitarbeiter

Um die Krise zu überstehen, schnürt Boeing Insidern zufolge ein Finanzierungspaket mit Anleihen, das mehr als zehn Mrd. Dollar (9,2 Mrd. Euro) umfassen dürfte. In einem E-Mail an Mitarbeiter sprach Boeing-Chef Dave Calhoun sogar davon, dass eigentlich 15 Prozent der Belegschaft gehen müssten, um die Krise einigermaßen überstehen zu können. Zuletzt hatten Branchenvertreter gegenüber der futurezone aufgezeigt, wie man künftig wieder fliegen kann.

Das Boeing-Management zeigte sich zuversichtlich, ausreichend Geld zur Finanzierung des laufenden Geschäfts aufzutreiben. Nach Aussage von Insider sind Anleihen und andere Finanzinstrumente in einem Volumen von mehr als zehn Mrd. Dollar geplant. Das trieb die Aktie um mehr als fünf Prozent nach oben. Boeing hat bereits die kompletten Kreditlinien über 13,8 Mrd. Dollar gezogen. Ob Boeing auch Staatshilfen beantragen will, ließ das Unternehmen offen.

Kurzarbeit bei Airbus

Der europäische Konkurrent Airbus will ohne Staatshilfe auskommen, wie Finanzchef Dominik Asam am Mittwoch klarmachte. Airbus-Aktien schossen in Paris um neun Prozent nach oben. In Deutschland schickt Vorstandschef Guillaume Faury allerdings einige tausend Mitarbeiter vorerst in Kurzarbeit. In Frankreich kommen Tausende hinzu.

Hoffnung auf eine rasche Erholung machen sich beide Konzerne nicht. Grenzschließungen und Reisewarnungen haben den Verkehr in der Luft weltweit fast zum Erliegen gebracht. Fluggesellschaften kämpfen gegen die Pleite und haben Flugzeuge ausgemustert. Neue Bestellungen werden verschoben oder storniert.

Kein Interesse an Flugzeugen

Boeing hat von Jänner bis März gerade 50 Flugzeuge ausgeliefert, zwei Drittel weniger als vor einem Jahr. Der Umsatz hat sich auf 6,2 Mrd. Dollar fast halbiert. Airbus lieferte 122 Flugzeuge aus, doch 60 konnten wegen der Pandemie nicht an die Kunden übergeben werden. „Wir stecken mitten in der schwersten Krise, die die Luftfahrtindustrie je erlebt hat“, sagte Airbus-Chef Faury.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.