B2B
02.11.2017

Credit-Suisse-Chef warnt vor Bitcoin-Blase

Die Anonymität bereite den Banken Probleme, insbesondere bei Vorwürfen der Geldwäsche. Dadurch wolle man mit der Währung nichts zu tun haben.

Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam blickt skeptisch auf die Krypto-Währung Bitcoin. "Ich denke, beim derzeitigen Stand der Regulierung haben die meisten Banken wenig oder gar keinen Appetit, sich bei einer Währung mit solchen Herausforderungen in der Geldwäscherei zu engagieren", sagte Thiam am Donnerstag. Die Anonymität des Cyber-Geldes sei eine große Herausforderung.

Das Interesse an Bitcoin könne wieder nachlassen, zudem gebe es die Gefahr einer Überhitzung. "Der einzige Grund, heute Bitcoin zu kaufen oder zu verkaufen, ist, Geld zu machen. Das ist reinste Spekulation und per Definition eine Blase."

Auch Kritik von JP Morgan

Bitcoin ist die derzeit bekannteste Kryptowährung und hat am Donnerstag

die Schallmauer von 7.000 US-Dollar durchbrochen
. Geschaffen wird das Geld von Nutzern, deren Computer dafür komplexe Algorithmen berechnen. Der Kurs wird allein durch Angebot und Nachfrage bestimmt - ohne Zutun einer Zentralbank.

Zuletzt hatte die Währung stark zugelegt - sie unterliegt jedoch starken Schwankungen. Wie Thiam sehen auch viele andere Branchenvertreter Bitcoin kritisch: Der Chef der US-Großbank JP Morgan hatte die Währung als "Betrug" bezeichnet und die chinesischen Behörden hatten Börsengänge von Krypto-Währungen verboten. Gleichwohl beschäftigt sich inzwischen nahezu jede größere Bank weltweit mit dem Computergeld und der dahinter stehenden Technologie Blockchain.