B2B
16.12.2013

Deutsche Amazon-Mitarbeiter streiken am Montag

Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und Amazon spitzen sich zu, am Montag soll an mehreren Standorten erneut gestreikt werden.

Beschäftigte des Online-Versandhändlers Amazon wollen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi am Montag an mehreren Standorten in Deutschland die Arbeit niederlegen. Ziel ist ein Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels. Zu den betroffenen Standorten gehört auch Graben bei Augsburg.

Kein genaues Ausmaß

„Die Beschäftigten bei Amazon leisten hervorragende Arbeit, die vor Weihnachten in Höchstleistungen ausartet. Da ist es nur recht und billig, dass ein Konzern seinen Mitarbeitern Verbindlichkeit und Sicherheit durch Tarifbindung und angemessene Bezahlung bietet“, erklärte Streikleiter Thomas Gürlebeck.

Die Dienstleistungsgewerkschaft ruft die Beschäftigten vom frühen Morgen an zu einem ganztägigen Ausstand auf. Der bayerische Verdi-Sprecher Hans Sterr betonte: „Auch an anderen Standorten in Deutschland wird gestreikt.“ Wie viele Beschäftigte die Arbeit niederlegen werden, war zunächst unklar.

Logistik statt Versandhandel

Amazon lehnt einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels bisher ab und orientiert sich an den günstigeren Konditionen der Logistikbranche. Deswegen kommt es seit dem Sommer deutschlandweit immer wieder zu Streiks. Bei Amazon arbeiten bundesweit rund 9000 Mitarbeiter in acht Versandzentren, eines der Logistikzentren ist in Graben.