B2B
01.10.2018

Entwickler rechnet mit Apple ab: "Wer kritisiert, fliegt raus"

Kein gutes Haar an Apple nach Steve Jobs lässt Apple-Entwickler Darren Eastman, der den Konzern nun sogar klagt.

Der ehemalige Mitarbeiter Darren Eastman erhebt schwere Vorwürfe gegen Apple. Der Konzern unterdrücke seit dem Tod von Apple-Gründer Steve Jobs jegliche interne Kritik an zweifelhaften Produkt-Entwicklungen und fehlerhaften Software-Updates. Während Steve Jobs Mitarbeiter aktiv dazu aufgefordert habe, Probleme und Schwachstellen aufzuzeigen, würden nun Mitarbeiter und Manager gekündigt, wenn sie zu viel und zu laute Kritik übten, behauptet Eastman.

"Qualität bei Apple leidet"

Das habe dazu geführt, dass schwere Software-Bugs nicht behoben bzw. durch schlampige Updates sogar verschlimmert werden. Darüber hinaus kündige Apple Mitarbeiter systematisch, wenn das Ende des Fiskaljahrs bevorstehe, um die Zahlen noch weiter zu schönen. Anstatt die Qualität der Produkte und Produktentwicklung zu gewährleisten, gehe es dem Management unter Tim Cook nur darum, Steuern zu sparen und den größtmöglichen Profit zu erwirtschaften - ohne Rücksicht auf Belegschaft und Kunden.

Eastman, der 2014 von Apple wegen unprofessioneller und unangemessener Kommunikation gefeuert wurde, klagt den Konzern nun, da er sich als Miterfinder von fünf patentierten Entwicklungen übergangen fühlt. Er will namentlich bei den Patenten genannt werden und fordert über 300.000 Dollar Schadensersatz sowie die Rückgabe von 735 Apple-Aktien, die ihm seinen Aussagen zufolge ungerechtfertigt im Rahmen der Kündigung genommen wurden.

Patente für "Find my iPhone" und "Passbook"

Eastman gibt an, ein Vertrauter von Steve Jobs gewesen zu sein, der seine Ideen stets geschätzt habe. Unter anderem beansprucht der seither arbeitslose Entwickler, für die Idee von "Find my iPhone", aber auch "Passbook" verantwortlich zu sein. Ungeachtet der nachweislich von ihm stammenden Inputs und Technologiebeiträge sei sein Name allerdings nie bei der Patentierung eingetragen worden.