B2B
20.12.2013

EU fordert mehr Zugeständnisse von Google

Der jahrelange Streit zwischen Google und der EU-Kommission über die Marktmacht des US-Internetkonzerns geht in eine neue Runde.

EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia sagte am Freitag dem Sender „Radio Nacional de Espana“, dass die von Google angebotenen Zugeständnisse nicht akzeptabel seien. Die Vorschläge würden die Befürchtungen über Wettbewerbsverzerrungen nicht ausräumen.

Seine Behörde habe sich die Argumente von mehr als 100 Gesprächspartnern angehört, deren Geschäfte von Googles Internet-Suchmaschine betroffen seien, sagte Almunia nach Angaben der Kommission. Der Ball liege nun wieder im Feld des US-Konzerns.

Derzeit stünden keine Sanktionen im Raum, aber es bleibe nicht mehr viel Zeit, bis die Kommission eine Entscheidung treffe, sagte Almunia weiter. Die Behörde hatte Ende Oktober Rivalen von Google um eine Bewertung der Zugeständnisse gebeten.

Mehrere Unternehmen hatten sich schon vor Jahren über Google beschwert, darunter die US-Online-Reiseanbieter Expedia und TripAdvisor, die britische Preis-Vergleichsseite Foundem und der deutsche Online-Kartenanbieter Hotmaps. Sie werfen Google vor, bei seiner Suchmaschine auf unfaire Weise eigene Dienste in den Vordergrund zu stellen. Die EU hatte daraufhin Ende 2010 ein Verfahren gegen Google eröffnet. Dem Unternehmen droht in dem Streit eine Strafe von bis zu fünf Milliarden Dollar (3,66 Mrd. Euro).