GPS
03/25/2011

EU-Kommission gegen Mehrkosten bei Galileo

Laut Industriekommissar Tajani müssen Mehrausgaben für die Zeit nach 2014 sinken

Die EU-Kommission will Kostensteigerungen beim geplanten Navigationssystem Galileo nach eigenem Bekunden nicht akzeptieren. „Im Gegenteil, die geschätzten Mehrausgaben für die Zeit nach 2014 müssen sinken“, sagte Industriekommissar Antonio Tajani dem „Handelsblatt“ (Freitag-Ausgabe) laut Vorabmeldung vom Donnerstag. „Weitere Kostensteigerungen sind den Bürgern nicht klarzumachen“, betonte Tajani nach einem Treffen mit beteiligten Firmen wie EADS Astrium oder OHB, wie das Blatt berichtete.

Die Kommission hatte im Jänner festgestellt, dass zur Fertigstellung des größten europäischen Raumfahrtprojektes etwa 1,9 Mrd. Euro fehlen. Am Aufbau von Galileo ist zum Beispiel OHB über seine Tochter OHB-System beteiligt, die 14 der insgesamt 30 Satelliten produzieren soll. Mit Galileo will Europa dem amerikanischen Global Positioning System (GPS) Konkurrenz machen.

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