B2B
15.10.2012

Ex-Manager: "Elop hat Nokia zerstört"

Der ehemalige Nokia-Manager Tomi Ahonen wirft dem heutigen Nokia-CEO Stephen Elop massive Management-Fehler vor und schlägt vor, dass Elop gefeuert werden sollte. Denn dieser hätte mit seiner Strategie 21 Milliarden Euro vernichtet und ein wachsendes Geschäft in Verluste verwandelt.

Der ehemalige Nokia-Manager und Buchautor Tomi Ahonen und Stephen Elop haben sich in der Vergangenheit schon immer wieder verbale Auseinandersetzungen geliefert. In seinem neuesten Blog-Eintrag greift Ahonen Elop so scharf wie noch nie an - er fordert nichts weniger als den Rausschmiss des Nokia CEO.

Wie Ahonen analysiert, hätte Elop im Jahr 2010, als er die Firmenleitung bekam, eine gesunde Firma übernommen. Die Smartphone-Verkäufe (gemeint sind Geräte mit Symbian) und -Umsätze seien damals genauso gewachsen wie der Durchschnittspreis von Nokia-Handys. Insgesamt bedeute dass, dass die Kunden Nokia damals geliebt und gerne Geräte der Firma gekauft hätten.

"Schlechtester CEO aller Zeiten"
Dann aber wäre Elop mit der neuen Strategie gekommen, die das Auslaufen von Symbian bei den Smartphones und den Start von Windows Phones zur Folge hatte. "Er hat 21 Milliarden Euro von Nokias Handy-Umsätzen in den vergangenen 20 Monaten einfach ausgelöscht", schreibt Ahonen. "Er ist der schlimmste CEO jeder Branche aller Zeiten. Er hat im Alleingang den größten Handy-Hersteller der Welt zerstört, jene Firma, die das Smartphone erfunden und die Smartphone-Industrie dominiert hat, Europas größten Tech-Giganten."

Aus Ahonens Sicht wäre die bessere Strategie gewesen, auf das in Partnerschaft mit Intel entwickelte mobile Betriebssystem MeeGo zu setzen. 2011 hätte Nokia drei MeeGo-Smartphones und ein Tablet auf den Markt bringen können.

Ahonen war bis 2001 Nokia-Manager und war seither eigenen Angaben zufolge immer wieder als Berater und Konferenzredner der Firma tätig. Er sei kein Nokia-Fanboy und hätte bis dato 12 Bücher über die Handy-Branche veröffentlicht, so Ahonen.

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