B2B
07.07.2015

Experte: Starker Dollar bremst PC-Absatz

Mit der Ankunft des Tablets wurde der PC schon totgesagt. Trotzdem verkaufen sich die Computer noch bemerkenswert gut. Sorge bereitet den Herstellern eine andere Entwicklung.

Der starke Dollar-Kurs schlägt laut Marktforschern merklich auf den PC-Absatz durch. „Die Hersteller haben keine andere Wahl als die höheren Preise an die Kunden weiterzugeben“, sagte Ranjit Atwal von der Analysefirma Gartner am Dienstag. „Anderenfalls würden sie tiefrote Zahlen schreiben.“

Über die gesamte Produktionskette hinweg seien die Kosten der Hersteller um bis zu 20 Prozent gestiegen. Und gerade im Geschäft mit Unternehmen, auf das die PC-Anbieter angewiesen sind, bedeuteten höhere Preise schnell weniger Absatz: „Denn die IT-Budgets werden schon Anfang des Jahres festgezurrt.“

Die fortlaufende Schwäche im PC-Markt vor allem in Westeuropa, Russland und Japan sei ein zentraler Grund, warum Gartner seine Prognose für den gesamten Hardware-Markt gesenkt habe. Die Marktforschungsfirma rechnet jetzt mit 2,45 Milliarden verkauften Personal Computern, Tablets und Mobiltelefonen. Das wäre ein Plus von 1,45 Prozent. Ursprünglich hatte Gartner mit 1,3 Prozentpunkten mehr Wachstum gerechnet.