© Seth Wenig, ap

Geschäftszahlen
07/26/2012

Facebook macht Verlust trotz höherem Umsatz

Der Umsatz des Sozialen Netzwerks stieg im zweiten Quartal auf 1,18 Milliarden US-Dollar an. Dennoch musste Facebook wegen des teuren Börsengangs unterm Strich einen Verlust von 157 Millionen US-Dollar verzeichnen.

Das erste Quartal als börsennotiertes Unternehmen endet für Facebook mit einem dicken Verlust. Unterm Strich verlor das Soziale Netzwerk 157 Millionen Dollar (128 Mio Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Ohne ein Steuergeschenk wäre das Minus sogar noch weit gewaltiger ausgefallen. Im Vorjahreszeitraum hatte Facebook noch 240 Millionen Dollar verdient. Die Aktie verlor nach Bekanntgabe der Ergebnisse knapp zehn Prozent

955 Millionen Nutzer
Neben dem teuren Börsengang macht sich vor allem bemerkbar, dass Facebook stark in Produkte, Technik und Marketing investiert, um neue Nutzer zu gewinnen. Mit Erfolg: Ende Juni hatte Facebook 955 Millionen monatliche Nutzer nach 901 Millionen Ende März und 845 Millionen Ende Dezember. Sorgen um einen Nutzerschwund lösten sich damit in Luft auf.

Stark schwankende Aktie
Auch die Werbeeinnahmen stiegen. Insgesamt kam Facebook auf einen Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar und damit 32 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die seit dem Börsengang im Mai stark unter Druck stehende Aktie schwankte nachbörslich stark und fiel zuletzt auf ein neues Allzeittief von unter 25 Dollar. Neuaktionäre hatten beim Börsengang im Mai 38 Dollar berappen müssen.

Nutzungsstatistiken veröffentlicht
Facebook gab auch weitere Details zu seinen Zugriffszahlen bekannt. Demnach loggten sich bis zum 31.März 2012 901 Millionen Nutzer zumindest einmal im Monat ein. 526 Millionen Mitglieder nutzen das Soziale Netzwerk täglich, das entspricht einem Wachstum von 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch gab Facebook bekannt, dass man 3,2 Milliarden Likes und Kommentare pro Tag generieren würde.

543 Millionen Mitglieder nutzen Facebook über eine mobiles Endgerät, das entspricht einem Wachstum von 67 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch sank der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer, ein für Anleger wichtiger Wert, um knapp sechs Prozent auf 1,21 US-Dollar pro Nutzer.

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