B2B 23.03.2013

Frist für Gegengebote bei Dell abgelaufen

Der Gründer des PC-Herstellers will sein Unternehmen von der Börse nehmen und musste nun in der Frist um seine Pläne bangen. Neben Finanzinvestor Blackstone gilt auch der Milliardär Carl Icahn als scharfe Konkurrenten. Ob es Gebote gibt, will man jedoch erst nächste Woche bekanntgeben.

Im Ringen um eine Übernahme des drittgrößten PC-Herstellers Dell ist eine wichtige Frist abgelaufen. Bis Mitternacht Ortszeit am Freitag konnten Gegengebote zum Plan von Gründer Michael Dell eingereicht werden, das Unternehmen mithilfe von Partnern zu kaufen und von der Börse zu nehmen. Zunächst war unklar, ob es jetzt weitere Anwärter gibt. Dell will darüber erst kommende Woche informieren.

Gebote erwartet
Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete, wenige Stunden vor Ablauf der Frist seien noch keine Gebote eingegangen, der Dell-Verwaltungsrat habe aber mit Offerten des Finanzinvestors Blackstone und des Milliardärs Carl Icahn

. Blackstone hatte in den vergangenen Tagen die Arbeit an einem eigenen Gebot beschleunigt, und der als unbequemer Investor bekannte Icahn hatte sich bereits mit rund sechs Prozent bei Dell eingekauft.

Zu niedrig
Mehrere Großaktionäre halten das Gebot von Michael Dell und des Finanzinvestors Silver Lake mit 24,4 Milliarden Dollar (18,84 Mrd. Euro) für zu niedrig. Gibt es keine rivalisierenden Gebote, würde dies dem Gründer die Überzeugungsarbeit etwas erleichtern. Michael Dell will die Übernahme bis Anfang November über die Bühne bringen.

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( apa,dpa ) Erstellt am 23.03.2013