B2B
14.11.2013

Gericht gibt Google im Streit über gescannte Bücher Recht

Google hat einen Rechtsstreit mit US-Autoren über die Digitalisierung von mehr als 20 Millionen Büchern gewonnen. Es sei ein Nutzen für die Allgemeinheit, so der Richter.

Bundesrichter Denny Chin wies am Donnerstag in New York die Klage mit der Begründung ab, der Internet-Konzern bewege sich im Rahmen des Urheberrechts. Das Unterfangen erleichtere den Zugang für Studenten, Lehrern und Forschern und berücksichtige die Rechte der Autoren. Weiter sei davon auszugehen, dass die Umwandlung in eine digitale Version den Absatz ankurbeln werde. „Aus meiner Sicht bietet Google Books einen deutlichen Nutzen für die Allgemeinheit“, sagte Chin. „Tatsächlich ist es ein Gewinn für die ganze Gesellschaft.“ Die Anwälte der Autoren waren wie Google-Vertreter für Stellungnahmen nicht zu erreichen.

Digitales Archiv

Im Rahmen von Google Books scannt der US-Konzern Bücher ein und macht Ausschnitte für Online-Suchen zugänglich. Im Jahr 2005 klagten Autoren und Verlage gegen das Verhaben. Mit den Verlagen einigte sich Google im Oktober 2012. Im Streit mit den Autoren hatte das Unternehmen die Kosten auf drei Milliarden Dollar beziffert, sollten sie wie gefordert 750 Dollar je eingescanntes Buch erhalten.