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B2B
11/23/2015

Gewerkschaft ruft zu Streik bei Amazon in Koblenz auf

Bei Amazon in Koblenz soll der Ausstand bis Donnerstag dauern. Auswirkungen auf die Lieferversprechen soll es dabei allerdings keine geben.

Kurz vor Beginn des Weihnachtsgeschäftes hat die deutsche Gewerkschaft ver.di zu einem Streik beim Onlinehändler Amazon in Koblenz aufgerufen. Der Ausstand beginne in der Nacht zum Montag und sei zunächst bis Donnerstag in der Früh befristet, teilte ver.di mit. Das Unternehmen müsse die Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel anerkennen.

Rund 150 Mitarbeiter Arbeiter hätten mit Beginn der Nachtschicht um 00.00 Uhr die Arbeit niedergelegt, sagte der Projektleiter der Gewerkschaft Verdi, Marko Bärschneider.

Der Konzern dagegen nimmt die Vereinbarungen der Logistikbranche als Maßstab, in der weniger gezahlt wird. Die Gewerkschaft fordert etwa einen Monatslohn von 2.150 Euro, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie eine Begrenzung der Arbeitszeit auf 37,5 Stunden in der Woche.

Lieferungen wie geplant

Amazon müsse immer wieder mit Streiks rechnen, sollte das Unternehmen nicht mit der Tarifkommission verhandeln wollen, erklärte ver.di weiter. Ob und in welchen der anderen deutschen Standorte gestreikt wird, ließ die Gewerkschaft offen. In Koblenz betreibt Amazon ein Logistikzentrum, das so groß wie 17 Fußballfelder ist.

Der Chef von Amazon Deutschland, Ralf Kleber, hatte in der vergangenen Woche erklärt, im Weihnachtsgeschäft trotz der Streiks mit Rekordumsätzen zu rechnen. „Die Arbeitsniederlegungen haben keinen Einfluss auf die Einhaltung unseres Lieferversprechens.“ In diesem Monat waren bereits Amazon-Mitarbeiter in Leipzig in den Ausstand getreten.