B2B
04.12.2018

Google-Angestellte füllen ihre Streikkasse

Die Pläne für eine zensierte chinesische Suchmaschine stoßen bei der Belegschaft auf Ablehnung.

Eine Google-Angestellte hat bekanntgegeben, dass die Belegschaft des Suchmaschinenunternehmens Zusagen für Spenden für einen Streikfonds in Höhe von 100.000 US-Dollar gesammelt habe. Sie selbst werde diese Summe mit weiteren 100.000 Dollar verdoppeln, schreibt The Verge. Die Streikvorbereitungen sind eine Reaktion auf weitere Neuigkeiten über eine erneute China-Expansion von Google. Das Unternehmen plant dort eine eigene Suchmaschine, die sich an die Vorgaben des chinesischen Zensurregimes halten soll.

Dieser Plan sorgt intern für Verwerfungen, wie zuletzt etwa The Intercept berichtete. Mehrere Softwareingenieure haben ihre Bedenken in den Bereichen Sicherheit und Datenschutz geäußert. Auf Twitter werden Google-Mitarbeiter dazu aufgerufen, sich zu überlegen, was sie tun werden, wenn rote Linien überschritten werden sollten. Dabei solle auch die Möglichkeit eines Streiks nicht außer Acht gelassen werden. 19 verschiedene Angestellte haben daraufhin die ersten 115.000 US-Dollar zur Verfügung gestellt. Die Mittel sollen vor allem als Entschädigung für ausländische Mitarbeiter dienen, die mit Arbeitsvisa für Google tätig sind.