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Börse
04/17/2014

Fallende Preise für Online-Werbung bremsen Google aus

Im ersten Quartal verdiente der Internetkonzern trotz Umsatz- und Gewinnsteigerungen weniger Geld als von Analysten erwartet. Die Aktie fiel zwischenzeitlich um fünf Prozent.

„Wir haben ein weiteres großartiges Quartal erlebt“, sagte Google-Mitgründer und -Chef Larry Page am Sitz im kalifornischen Mountain View. Die Zahlen gaben ihm auf den ersten Blick Recht: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 15,4 Milliarden Dollar (11,1 Mrd. Euro). Der Gewinn legte um 3 Prozent auf annähernd 3,5 Milliarden Dollar zu.

Problemfeld trotz Boom

Der nähere Blick auf den Geschäftsverlauf offenbarte aber Schwachpunkte: Der Preis, den Google pro Klick auf eine Anzeige erzielen konnte, lag um neun Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Hintergrund ist die Verbreitung von Smartphones. Werbetreibende zahlen für Werbung auf mobilen Geräten für einen Klick bislang weniger Geld als auf einem PC.

Online-Werbung an sich boomt aber. Google konnte 26 Prozent mehr bezahlte Klicks verbuchen. Ausgangspunkt sind zum einen Textanzeigen bei Suchmaschinen-Ergebnissen und zum anderen klassische Bannerwerbung. Die größten Konkurrenten auf dem Markt sind Facebook und Yahoo. Letztgenannter hatte am Vortag einen stagnierenden Umsatz vermeldet, Facebook legt seine Geschäftszahlen erst nächste Woche vor.

Neue Geschäftsfelder

Google hat neben der Suchmaschine sukzessive weitere Geschäftsfelder wie Android, die Datenbrille Google Glass oder die Online-Bürosoftware Google Apps aufgebaut. Der Konzern ist auch einer der Vorreiter selbstfahrender Autos. Erst in dieser Woche übernahm Google zudem einen Hersteller von Drohnen; der Konzern will mit Hilfe der Fluggeräte Internet in entlegene Gebiete bringen.

„Ich bin begeistert darüber, welche Fortschritte unsere neuen Geschäftszweige machen“, sagte Page. Google lässt sich seine Unternehmungen einiges kosten, die Zahl der Mitarbeiter stieg binnen eines Jahres um 2300 auf rund 46.200. Zum Abschied schwächte das an Lenovo verkaufte Tochterunternehmen Motorola die Bilanz noch einmal mit einem Minus von knapp 200 Millionen Dollar.

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