B2B
03.10.2015

Google heißt jetzt Alphabet, aber Google bleibt Google

Mit Freitagabend ist der Umbau von Google zum neuen Konzern Alphabet vollzogen. Alle Aktieninhaber wurden nach Börsenschluss über die neue Dachgesellschaft informiert.

Wie angekündigt, heißt Google damit nicht mehr Google und geht als Tochter in der neuen Dachgesellschaft namens Alphabet auf. Wer sich an das Wort googeln zum Suchen von Inhalten im Internet gewöhnt hat, muss sich nicht umgewöhnen. Das Kerngeschäft mit der Suche, aber auch Android, YouTube und der Google Play Store werden weiterhin unter der Marke Google operieren. Neuer Chef der abgespeckten Google-Tochter ist Sundar Pichai, während die bisherigen Chefs Larry Page und Sergey Brin nun den Alphabet-Konzern anführen.

Mit der Umstrukturierung will der Konzern sein mittlerweile riesiges Feld an Aktivitäten ordnen und die visionären, experimentelleren Bereiche in eigene Tochterfirmen auslagern. Damit schaffe man mehr Transparenz für Investoren und könne sich noch stärker auf das Kerngeschäft einerseits und die eigene Innovationskraft andererseits konzentrieren. Neben dem erwähnten Google-Kerngeschäft ist der Konzern seit längerem in Gesundheitsthemen, bei selbstfahrenden Autos, in der Robotik und der Raumfahrtforschung aktiv.

Das Google-Alphabet

C wie Calico: Die Gesundheitsfirma soll vor allem das Altern erforschen - um es eventuell bremsen zu lernen.

F wie Fiber: In den USA bietet der Konzern unter diesem Namen in rund einem halben Dutzend Städten ultra-schnelle Internet-Zugänge über Glasfaser-Anschlüsse an.

G wie Google: Unter dem angestammten Namen des Konzerns bleiben als Alphabet-Tochter weiter die Internet-Suchmaschine, das Werbe-Geschäft sowie YouTube und Android gebündelt. Dass YouTube kein eigenständiges Unternehmen wird, könnte unter anderem damit zu tun haben, dass man so die im Verhältnis zur milliarden-großen User-Base eher schwachen Erträge besser verschleiern kann.

N wie Nest: Google kaufte den Anbieter von vernetzten Thermostaten und Rauchmeldern Anfang 2014 für mehr als drei Milliarden Dollar. Nest-Mitgründer Tony Fadell, der einst bei Apple die iPod-Player mitentwickelte, trägt inzwischen auch die Verantwortung für die im ersten Anlauf gefloppte Datenbrille Google Glass.

V wie Google Ventures: Der Startup-Finanzierer des Internet-Konzerns, der unter anderem beim umstrittenen Fahrdienst-Vermittler Uber eingestiegen ist.

W wie Wing: Über das Drohnenprojekt ist vergleichsweise wenig bekannt. Das Prototyp-Design wurde mehrfach geändert - wie Amazon forscht Google unter anderem daran, wie mit Drohnen Güter oder auch Medikamente zugestellt werden könnten.

X wie Google X: Das Innovationslabor, bei dem unter anderem die selbstfahrenden Autos sowie Drohnen und Ballons zur Internet-Versorgung entlegener Gebiete aus der Luft entwickelt wurden.